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Erster BASF-Kunststoff mit Ökoeffizienz-Siegel
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16. Feb 2006 P-06-139 |
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Neues PBT der BASF mit TÜV-zertifizierter Ökoeffizienz |
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Etwa ein Jahr nach seiner Markteinführung hat Ultradur® High Speed, das neue besonders leichtfließende PBT (Polybutylenterephthalat), als erster technischer Kunststoff der BASF das sogenannte Ökoeffizienz-Siegel erhalten. Die Untersuchungen zeigen, dass Produkte, die aus Ultradur High Speed gefertigt werden, deutlich ökoeffizienter sind als Produkte aus einem Standard-PBT. Aufgrund der guten Fließfähigkeit des neuen Materials ist die Herstellung von spritzgegossenen Kunststoffbauteilen nicht nur kostengünstiger, sondern hilft auch dabei, Energie einzusparen und damit die Umwelt zu schonen.
Das Ökoeffizienz-Siegel Das Ökoeffizienz-Siegel erhalten Produkte oder Verfahren, die ökologisch und ökonomisch besser abschneiden als vergleichbare Produkte oder Verfahren. Dazu wird für das Produkt eine vom TÜV Rheinland/Brandenburg zertifizierte Ökoeffizienz-Analyse nach den vorgegebenen Richtlinien durchgeführt. Die Analyse wird dann von einer unabhängigen dritten Partei einer sogenannten kritischen Begutachtung (engl. critical review) nach DIN EN ISO 14040 bis 14043 unterzogen. Im Fall von Ultradur High Speed hat Professor Hungerbühler von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich das Gutachten erstellt. Das Ökoeffizienz-Siegel gilt dann für die in der Untersuchung betrachteten Produkte und bezüglich des in der Ökoeffizienz-Analyse definierten Kundennutzens. Nach drei Jahren müssen die Ergebnisse erneut überprüft werden, da sich Markt- und andere Randbedingungen geändert haben könnten.
Ergebnisse mit Kundennutzen Die mit Hilfe eines Nano-Additivs deutlich verbesserte Fließfähigkeit von Ultradur High Speed kann der Anwender dazu nutzen, die Verarbeitungstemperatur und auch den Einspritz- und Haltedruck in der Spritzgießmaschine zu senken. Hier sind Energieeinsparungen bis zu 20 Prozent möglich. Alternativ lässt sich die Zykluszeit um bis zu 30 Prozent reduzieren. Das Werkzeug kann einfacher gestaltet und neue Bauteile können dünnwandiger sein, so dass deutlich Material eingespart wird. Auch die Menge an Ausschuss nimmt ab, denn mit dem gut fließenden Kunststoff lässt sich das Werkzeug leichter füllen. Zusammengefasst bedeutet das: Auf der Kostenseite ebenso wie auf der Seite der Umwelteinflüsse ist Ultradur High Speed das günstigere Produkt.
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Anwendbar direkt beim Kunden: Der Ökoeffizienz-Manager Als Ergänzung zur Ökoeffizienz-Analyse hat die BASF 2005 ein Computer-Programm entwickelt, mit dessen Hilfe der Kunde den Vorteil berechnen lassen kann, den er unter seinen spezifischen Produktionsbedingungen beim Übergang von Standard-PBT zu Ultradur High Speed erreicht. Das Werkzeug heißt Ökoeffizienz-Manager und erlaubt es den Vertriebsmitarbeitern der BASF, vor Ort für den Kunden diese Berechnung durchzuführen. Ökoeffizienz-Analyse – was ist das? Am Anfang jeder Ökoeffizienz-Analyse steht die Definition eines spezifischen Kundennutzens und der verschiedenen Alternativen, mit denen das Ziel erreicht werden kann. Im Fall von Ultradur High Speed 4300 G6 wurde als Alternative das Standard-Ultradur 4300 G6 der BASF verwendet und der Kundennutzen, also der betrachtete Anwendungsfall, ist die Herstellung von 1000 spritzgegossenen Bauteilen. Die beiden Alternativen wurden dann einer genauen Lebenszyklusbetrachtung unterzogen. Zu den Systemgrenzen gehören die Herstellung des Kunststoffs aus den Rohstoffen, der Nutzen während der Gebrauchsphase und die Entsorgung des Bauteils am Ende des Lebenszyklus mit allen zugehörigen Kosten und Umwelteinflüssen. Dargestellt werden die Ergebnisse einer solchen Analyse im sogenannten Ökoeffizienz-Portfolio, auf dem immer oben rechts die ökoeffizienteren Alternativen zu finden sind. Das Beurteilungsinstrument Ökoeffizienz-Analyse wurde 1996 von der BASF zusammen mit der Unternehmensberatung Roland Berger entwickelt und wird vom Freiburger Ökoinstitut genutzt, ebenso von der niederländischen Organisation für angewandte Wissenschaften (TNO) sowie von zahlreichen Unternehmen.
Nähere Informationen zum neuen Ultradur® High Speed erhalten Sie am Infopoint Ultraplaste.infopoint@basf.com oder im Internet unter www.basf.de/ultradur. Zur Ökoeffizienzanalyse gibt es Informationen unter www.oeea.de
Hinweis an die Redaktionen: Zwei Pressefotos zu diesem Text finden Sie unter www.basf.de/pressefotos unter dem Stichwort „Kunststoffe“. In Kürze werden Text und Bilder auch im Pressearchiv der BASF-Kunststoffe zu finden sein: www.basf.de/kunststoffe/presseinformationen.
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