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6.10.2003: Kraftstoffadditive auf dem Prüfstand: Ökoeffizienz-Analyse zeigt die Vorteile



 
 
 
Journalisten und Wissenschaftler im Gespräch -
Chemie für eine nachhaltige Mobilität
am 06./07.10.2003 in Münster

Ausführungen von Dr. Ulrich Eichenauer,
Business Manager,
Diesel Performance Additives,
Unternehmensbereich Veredlungschemikalien,
BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen


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Mein Kollege Dr. Kanne hat Ihnen bereits einen Eindruck über die Wirkungsweise von Kraftstoffadditiven und die damit verbundenen Vorteile für Motor, Verbraucher und Umwelt verschafft. Ich werde noch stärker herausarbeiten, wie die Additivaktivitäten der BASF einen Beitrag zum Thema „Sustainable Mobility“ leisten.

Lassen Sie uns zunächst nochmals kurz in Erinnerung rufen, was sich hinter dem viel gebrauchten und gelegentlich auch missbrauchten Stichwort "Nachhaltigkeit", das als "Sustainability" schon fast Bestandteil der deutschen Sprache geworden ist, verbirgt (Abb. 1).

Als Antwort der Industrie auf ein immer ausgeprägteres Umweltbewusstsein in der Gesellschaft wurde in den achtziger Jahren neben dem schon immer wichtigen Aspekt „geschäftlicher Erfolg“ die Schonung von Umwelt und Ressourcen ein wichtiger Bestandteil von unternehmerischen Entscheidungen. In den letzten Jahren kam zunehmend die Komponente „soziale Akzeptanz“ mit hinzu, und diese drei Pfeiler und ihre gleichgewichtige Berücksichtigung bilden die Säulen des Konzeptes „Nachhaltigkeit“.


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Die BASF hat in den zurückliegenden Jahren im Rahmen ihrer Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung ein Werkzeug geschaffen, das zwei der drei Dimensionen von Nachhaltigkeit herausgreift, nämlich Umwelteinfluss und Kostenaspekt (Abb. 2). Dieses Werkzeug, die Ökoeffizienz-Analyse, berücksichtigt sowohl auf der Kosten- als auch auf der Umweltachse den gesamten Lebenszyklus eines Produkts von der Wiege bis zur Bahre, im Falle von Kraftstoffen und den in ihnen eingesetzten Additiven also vom Öl-Bohrloch bis zum Fahrzeug-Auspuff. Alle Einzelschritte der Produktion sowie die verschiedenen Transporte und Zwischenlager während des Lebenszyklus werden bewertet. Sowohl die direkt und indirekt verursachten Kosten als auch die Umwelteinflüsse wie Emissionen, Risiko- und Toxizitätspotenzial, Landverbrauch und Ressourcenverbrauch werden dann gewichtet addiert. Die graphische Aufbereitung der Ergebnisse ist bei diesem Werkzeug so gewählt, dass bessere Kandidaten, d. h. solche mit geringerer Umweltbeeinträchtigung und guter Kostenposition, im oberen rechten Segment aufgetragen sind, während schlechtere Alternativen unten links wiederzufinden sind.

Auf Basis eines umfangreichen und lang andauernden Flottentests, den die BASF in Zusammenarbeit mit einem globalen Additivkunden durchgeführt hat und der statistisch belastbare Ergebnisse ermöglichte, wurde ermittelt, dass der Einsatz eines BASF-Hochleistungsadditivs zu einem Kraftstoffminderverbrauch von zwei Prozent über die gesamte Fahrzeugflotte führte. Dieses Resultat ist Grundlage einer Ökoeffizienz-Analyse, deren Ergebnis ich Ihnen kurz vorstellen möchte (Abb. 3).


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Kraftstoffadditive sparen Kosten und entlasten die Umwelt



Bei der Untersuchung der Kraftstoffadditive wurde eine Fahrleistung von 200.000 Kilometern und ein Kraftstoffverbrauch ohne Additive von 8,7 Litern pro 100 Kilometer angenommen. Die in der Grafik angeführten Beträge sind die Kosten für das Additiv, das dem für die genannte Fahrleistung benötigten Kraftstoff zugesetzt wird (9 Euro), bzw. die Kosten für den zusätzlich verbrauchten Kraftstoff (340 Euro) im Falle von unadditiviertem Benzin. Es zeigt sich eindeutig, dass der Einsatz von additiviertem Kraftstoff Kostenvorteile mit sich bringt, ohne Umweltnachteile nach sich zu ziehen - im Gegenteil, die Umweltbewertung ergibt eine signifikant bessere Positionierung. Konkret bedeutet dies, dass die Kraftstoffadditive einerseits den Kraftstoffverbrauch reduzieren und vorzeitigen Verschleiß des Motors vermeiden und andererseits den Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen vermindern. Die umfassende Betrachtung durch die Ökoeffizienz-Analyse stellt sicher, dass diese vorteilhafte Bewertung nicht nur während eines bestimmten Lebensabschnitts zutrifft und an anderen Stellen ein wie auch immer gearteter Nachteil auftritt.


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Das zunächst gezeigte Ergebnis bezieht sich auf Europa, eine Region, in der Kraftstoff vergleichsweise teuer ist und Autos vergleichsweise effizient und emissionsarm sind. Noch aussagekräftiger wird der Vergleich, wenn die USA mit einbezogen werden (Abb. 4). Es ergibt sich, dass auf Grund der signifikant niedrigeren Kraftstoffpreise in den USA der ökonomische Vorteil von additiviertem Kraftstoff relativ vermindert ist, während der Umweltvorteil durch den deutlich höheren durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch größer wird.

Wie können nun unsere Kunden, die global und regional tätigen Mineralölkonzerne, dieses Werkzeug und das Ergebnis dieser Studie anwenden? Ein Ansatzpunkt ist, dass Umweltvorteile über die gesamte Prozesskette, die sonst leicht angreifbar sind, in gründlicher und belastbarer Weise als Argumente in Marketingkampagnen eingesetzt werden können. So können zum Beispiel Versuche zur Differenzierung von Kraftstoffen, die sonst eher über "Leistung" und "Power" erfolgen, zum Ziel haben, zu zeigen, dass „Power“ und "Umweltfreundlichkeit" nicht notwendigerweise Antagonisten sein müssen (Abb. 5).

Meine Damen und Herren, ich hoffe, ich konnte Ihnen zeigen, wie unsere Additive der Gesellschaft, unseren Kunden und den Endverbrauchern helfen. Sie helfen, Ressourcen durch verminderten Kraftstoffverbrauch zu schonen, sie helfen, Emissionen zu vermindern, und sie helfen unseren Kunden, sich im Markt von ihren Wettbewerbern zu differenzieren. Die BASF hat sich dem Prinzip der Nachhaltigkeit auf breiter Ebene verpflichtet (Abb. 6). Wir sind überzeugt, dass sich im Rahmen dieser Verpflichtung unsere Kraftstoffadditive, die sich nicht auf Benzin beschränken, hervorragend in dieses Konzept einfügen und einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität leisten.


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