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BASF Visual - Sustainability
 

4.9.2002: So kommt der Lachs zu seiner Farbe


Würden Sie blass-graue Lachsfilets anstatt rosafarbenen Fisch kaufen? Vermutlich nicht. Lachse sind rosa, weil sie Krebstiere fressen. Diese geben das rötliche Pigment Astaxanthin, ein natürliches Carotinoid, an die Fische weiter. Lachse werden aber auch in den Fjorden Nordeuropas oder Kanadas aufgezogen, wo Krebstiere kaum vorkommen. Damit das Fleisch trotzdem nicht blass aussieht, wird Astaxanthin dem Futter beigegeben. Man kann das Pigment auf verschiedenen Wegen gewinnen: aus bestimmten Hefebakterien, aus Algen – oder chemisch, indem man es aus verschiedenen Kohlenstoffbausteinen zusammensetzt, wie es die BASF macht.


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Chemische Herstellung ist am umweltfreundlichsten



Die chemische Methode ist am umweltverträglichsten, das ergab jetzt eine Ökoeffizienzanalyse, die das Carotinoid-Team vom Unternehmensbereich Feinchemikalien (ME) in Auftrag gab. Der Autor der Studie Peter Saling (GUP/CE): "Die chemische Produktion hat ökologisch keinen guten Ruf, dabei ist sie viel umweltschonender, als die biotechnologischen Verfahren. Ein gutes Verkaufsargument, denn die Kunden legen großen Wert auf ökologische Produkte."


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Minuspunkte für die Herstellung aus Algen und die Fermentation



Um Astaxanthin aus Algen zu gewinnen, muss man nachhelfen. Die Algen werden in offenen Becken gezüchtet. In diese Becken wird Meerwasser hineingepumpt. Elektrisch betriebene Paddel halten das Wasser in Bewegung. Düngemittel fördern das Wachstum der Algen. Sind diese groß genug, werden sie mit Süßwasser gewaschen. Dadurch wird Astaxanthin freigesetzt und zur Verwendung im Futter vorbereitet. Verkauft werden dann die getrockneten Algen mit anhaftendem Astaxanthin. Das Abwasser fließt ungeklärt wieder ins Meer zurück. "Vor allem der hohe Verbrauch elektrischer Energie und die damit verbundenen Emissionen von Kohlendioxid sind die Ursachen der schlechten Umweltbilanz", erklärt Saling.

Ökologische Minuspunkte gegenüber der chemischen Synthese gibt es auch bei der Fermentation. Dabei wird Astaxanthin aus einer Mischung aus Hefebakterien, Glucose, Phosphaten, Salzen und anderen Stoffen gewonnen. Besonders der große Bedarf an Glucose schlägt ökologisch negativ zu Buche. Der hohe Energieverbrauch beim Anbau von Zuckerrüben und bei der Verarbeitung der Rüben zu Zucker trägt dazu besonders bei. Auch der Flächenbedarf ist relativ hoch.


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Mehrstufige Synthese bringt hohe Ausbeute



Chemisch wird Astaxanthin in einer mehrstufigen Synthese hergestellt. Saling: "Das klingt zunächst aufwändig, aber das Verfahren ist äußerst effektiv und bringt eine hohe Ausbeute reinen Astaxanthins." Öl und Gas machen dabei den größten Stoff- und Energieverbrauch aus, hinzu kommt ein relativ hoher Anteil an Kochsalz beim Stoffverbrauch, das für die Herstellung von Vorprodukten notwendig ist. Der Verbrauch von Öl und Gas ist im Verhältnis zum Ertrag jedoch deutlich niedriger, als bei den beiden anderen Verfahren.

Die Unterschiede in der Umweltbilanz machen sich jedoch nicht im Preis des Astaxanthins bemerkbar, betont Saling: "Die BASF bietet zum gleichen Preis ein ökologisch vorteilhafteres Produkt an, als die Anbieter der beiden anderen Herstellungsverfahren."


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