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4.9.2002: Ökoeffizienz-Analyse auf dem Weltgipfel für Nachhaltigkeit |

Der Ausdruck "Weltgipfel" war die treffende Bezeichnung für die Konferenz der Vereinten Nationen (UN) zur Nachhaltigen Entwicklung, die vom 26. August bis zum 4. September in Johannesburg stattfand: Rund 60000 Besucher aus 191 Ländern, darunter allein 100 Staats- und Regierungschefs, machten die Veranstaltung zum größten Gipfel der Geschichte. Zehn Jahre nach der UN-Konferenz von Rio de Janeiro sollte Bilanz gezogen und der nachhaltigen Entwicklung neuer Antrieb gegeben werden. Auch die BASF war mit einem ihrer aktuellen Beiträge zur Nachhaltigkeit vor Ort. Gemeinsam mit den UN-Organisationen UNIDO (United Nations Industrial Development Organization) und UNEP (United Nations Environment Program) hat sie die Ökoeffizienz von Textilfärbereien in Marokko untersucht und in Johannesburg erste Ergebnisse vorgestellt.

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Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe
 Die zumeist kleinen und mittelgroßen Betriebe stehen vor der dauernden Herausforderung, durch ökonomisch tragfähiges und zugleich umweltverträgliches Wirtschaften im Wettbewerb zu bestehen. Deshalb ist es für sie überlebenswichtig, ihre Produktionsweise kontinuierlich zu verändern und zu modernisieren. Um sie dabei zu unterstützen, haben die BASF und ihre Partner die Ökoeffizienz-Analyse eingesetzt. Mit ihrer Hilfe wurden die Produktionsprozesse in ausgewählten Unternehmen ökonomisch und ökologisch bewertet. Die untersuchten Betriebe erhalten auf diese Weise Zugang zu modernen Technologien und Methoden, der ihnen unter anderen Umständen kaum möglich wäre. Gleichzeitig bekommen sie die notwendige Unterstützung, um das neu gewonnene Wissen in die Praxis umzusetzen.

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Software für Ökoeffizienz-Berechnung entwickelt
 Gemeinsam mit ihren Partnern hat die BASF eine Software entwickelt, mit deren Hilfe es möglich ist, betriebliche Eckdaten zu berechnen. Die Ergebnisse können dann dazu genutzt werden, die Ökoeffizienz verschiedener Produktionsphasen zu verbessern. Diese Software wurde so gestaltet, dass die Unternehmen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern von UNIDO und UNEP Kosten und Umweltauswirkungen ihrer Prozesse eigenständig berechnen und vergleichen können.
In zwei marokkanischen Pilotprojekten konnten bereits Produktionsverfahren verbessert werden. Die dort eingesetzten Produkte sind zwar teurer als die bisher verwendeten Chemikalien, durch einen effizienteren Einsatz von Personal, Energie und Wasser bleiben die Gesamtkosten jedoch unverändert.

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Weiterverbreitung in Entwickungsländern
 In nächster Zeit wird die BASF Mitarbeiter ihrer UN-Partnerorganisationen schulen, damit diese das Analyse-Instrument für den breiteren Einsatz in Entwicklungsländern nutzen können. Ein gemeinsam von UNIDO und UNEP in 27 Entwicklungsländern betriebenes Netzwerk, die so genannten National Cleaner Production Centers, soll die Grundlage bilden, um das Programm weiter zu verbreiten. Zusätzlich wird die BASF das Analyse-Instrument auf alle Prozessschritte der Textilveredlung erweitern und künftig auch weltweit zur Kundenberatung in der Textilindustrie einsetzen. In Marokkos Wirtschaft nimmt die Textilindustrie mit rund 200000 Beschäftigten und einem Exportanteil von über 40 Prozent eine Schlüsselposition ein.

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