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07.12.2000: Spaltung von Schwefelsäure ökoeffizient und wirtschaftlich sinnvoll


Feuerraum des Spaltofens, außen helle und innen blaue Flamme
Blick in den Feuerraum des Spaltofens, wo die verunreinigte Schwefelsäure "eingedüst" wird.
Von Susanne Ackermann

Für die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln, Farbstoffen oder Kunststoffen braucht die chemische Industrie große Mengen an Schwefelsäure, bei der BASF sind es rund 300000 Tonnen im Jahr. Etwa die Hälfte davon bleibt nach der Produktion in verdünnter verunreinigter Form übrig und muss wiederverwertet oder entsorgt werden. Einen Teil bereitet die BASF schon seit Jahren in Spaltschwefelsäureanlagen wieder auf. Der Rest wird in der Kläranlage neutralisiert und gereinigt. Eine Ökoeffizienzanalyse hat jetzt bestätigt, dass das Recycling wirtschaftlich und ökologisch der richtige Weg ist.

Dr. Wolfgang Gmeiner (CAA/SP), Betriebsleiter der Spaltanlagen: "Dieser Vorteil wäre ohne die Analyse nicht transparent geworden, weil auch für die Spaltung der gebrauchten Säuren ein hoher Energieaufwand erforderlich ist."

Bei der Analyse wurde die Herstellung der Schwefelsäure aus Schwefel verglichen mit der Wiederverwertung aus gebrauchten Schwefelsäuren in Spaltanlagen. Dabei wurde der Produktzyklus vollständig erfasst, von der Rohstoffförderung bis zur Entsorgung.

Ergebnis: Bei der Herstellung von Schwefelsäure aus Schwefel schlägt vor allem der Rohstoffverbrauch negativ zu Buche. Bei der Entsorgung in der Kläranlage sind die Neutralisation der verschmutzten Säuren und der Abbau von organischen Verbindungen sehr teuer. Beides wiegt schwerer als der hohe Energieverbrauch beim Recycling, der erforderlich ist für die Verdampfung von Wasser, um höher konzentrierte Säuren zu erhalten, und für die anschließende Spaltung.

Gmeiner: "Die Ökoeffizienzanalyse hat transparent gemacht, dass die Schwefelsäurespaltung der richtige Weg ist. Deshalb werden wir auch Strategien entwickeln, in größerem Umfang als bisher Abfallschwefelsäure auf dem freien Markt zu beziehen. Allerdings können wir aus technischen Gründen nicht alle Arten von gebrauchten Säuren spalten. Das liegt an den Verunreinigungen, die manche dieser Säuren mit sich bringen. Wir prüfen jedoch, ob wir unsere Anlagen umrüsten können."


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