Soll die Ökoeffizienz-Analyse nicht lediglich dazu dienen, das Image der BASF zu verbessern ?


Die BASF wendet das Verfahren intern bereits seit 1996 an und benutzte es für eine Vielzahl von Produkten und Verfahren als Entscheidungshilfe, bevor sie damit an die Öffentlichkeit ging. Auch der Aufwand für die Entwicklung der Ökoeffizienz-Analyse zeigt, daß es die BASF ernst damit meint, den Gedanken der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung, "Sustainable Development", innerhalb des Unternehmens auf ein breites Fundament zu stellen. Die BASF bekennt sich in ihren Unternehmensleitlinien dazu, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz ständig zu verbessern. Die entwickelte Analysemethode liefert hierzu einen Beitrag. Da die Ökoeffizienz- Analyse als wichtigen Aspekt auch ökonomische Faktoren beleuchtet, handelt es sich bei der Methode eben nicht um ein Instrument zur Imageaufbesserung, sondern um ein modernes, strategisches Hilfsmittel für Entscheidungsträger. Die Miteinbeziehung und Gleichwertigkeit des ökologischen Aspektes verdeutlicht, daß die BASF sich ernsthaft mit der Umweltproblematik auseinandersetzt. Die konsequente Durchführung der Untersuchung zeigt dem Unternehmen zum einen, wo Kosten (z.B. durch geringeren Ressourcenverbrauch) gespart werden können. Chancen und Risiken in existierenden und zukünftigen Geschäften lassen sich frühzeitig erkennen und systematisch erfassen. Die Analyse kann dazu beitragen, BASF-Produkte orientiert am Kundennutzen ständig zu verbessern. Zum anderen werden es die Märkte der Zukunft nicht hinnehmen, wenn ein Unternehmen die ökologische Komponente nicht berücksichtigt. Für umso wichtiger erachtet es die BASF, bereits heute ein funktionierendes Kontrollmittel für die ökologische und ökonomische Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu besitzen. Nachhaltiges Handeln kann sich für die BASF zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickeln.


Beispiele:


  • Indigo: Seit rund 100 Jahren ist die BASF bei Indigo Markt- und Technologieführer. Damit dies auch in Zukunft so bleiben kann, prüft die BASF ständig, wo bei der Indigo-Herstellung und seiner Anwendung, also dem Färbeprozeß, Optimierungspotentiale oder Alternativen bestehen. Konkret wurde die Herstellung von Blue Jeans untersucht und zwar als entscheidende Komponenten aus der komplexen Prozeßkette der Herstellungsprozeß von Indigo, sowie die Färbeverfahren.

  • Getreidekonservierung: Die Analyse zeigt die Vorteilhaftigkeit der BASF- Methode durch Konservierung mit Propionsäure. Alternative Methoden erweisen sich als sowohl kostenintensiver als auch höher in der Umweltbelastung. Dies ermöglicht eine objektivere Diskussion des Themas "Chemie in Futtermitteln".

  • Strawboard: Die Ökoeffizienz-Analyse ergab, daß die konventionellen Spanplatten ökoeffizienter sind, als nach einem neuen Verfahren hergestellte Platten, sogenannte "Strawboards": Die Neuentwicklung besitzt keine Vorteile gegenüber dem konventionellen Produkt. Die BASF hat darauf reagiert und als Konsequenz von einem Kauf des Strawboard-Verfahrens in den USA und einer Vermarktung der Platten abgesehen.




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