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Vom 3-Liter-Haus zum Null-Heizkosten-Haus
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Die Perspektive
 In Deutschland gibt es etwa 36 Millionen Wohneinheiten, von denen rund 24 Millionen vor 1979 gebaut wurden, also in einer Zeit, in der das Bewusstsein für energiesparendes Bauen noch nicht so ausgeprägt war. Welche Menge CO2 schon bei einfachen Dämm-Maßnahmen eingespart werden kann, verdeutlicht folgendes Rechenbeispiel: Saniert man einen Mehrfamilien-Altbau, der 25 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr verbraucht, auf einen 7-Liter-Standard, so sparen die Bewohner einer 80-Quadratmeter-Wohnung nicht nur 1.440 Liter Heizöl im Jahr, sondern sie verringern auch die CO2-Emission um jährlich 4,6 Tonnen. Der Anteil der Privathaushalte an den gesamten CO2-Emissionen in Deutschland liegt übrigens bei etwa 14 Prozent oder insgesamt 120 Millionen Tonnen pro Jahr.
Momentan betragen die gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Verbrauchswerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) sieben Liter pro Quadratmeter und Jahr für Neubauten und elf Liter für Altbauten. Dass die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, um diese Vorgaben deutlich zu unterbieten, zeigen die genannten Projekte. "Jährlich stehen etwa 600.000 Wohneinheiten zur Modernisierung an", sagt Karl Arenz. "Würden diese alle energetisch auf den 7-Liter-Standard modernisiert, so könnten zusätzlich pro Jahr circa drei Millionen Tonnen CO2 und fast eine Milliarde Liter Heizöl eingespart werden. Zudem würde es einen positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt haben."

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