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Innovativer Entkopplungsmörtel für Fliesen überzeugt Profis

Die Story




Foto: Zwei Handwerker beim Aufbringen einer Schicht PCI Nanosilent®
Die Verarbeitung von PCI Nanosilent® ist unproblematisch: einfach ausgießen, verteilen und entlüften. Schon am nächsten Tag können die Fliesen direkt auf der ausgehärteten Schicht verlegt werden.
Hohe Decken mit Stuckapplikationen, altehrwürdige Flügeltüren, großzügige Räume: Immer mehr Menschen entscheiden sich für das individuelle Lebensgefühl einer geschmackvoll renovierten Altbauwohnung. Doch wenn es bei der Sanierung an das Verlegen neuer Keramikböden geht, bringen Altbauten ihre ganz besonderen Probleme mit sich. Probleme, für die die PCI Augsburg GmbH, ein Tochterunternehmen der BASF, die All-in-one-Lösung PCI Nanosilent® entwickelt hat. So bestehen die alten Zwischendecken meist aus verschiedenen Materialien, die sich bei Schwankungen von Temperatur und Feuchtigkeit unterschiedlich stark ausdehnen. Es drohen Risse im frisch verlegten Fliesenboden, denen man durch eine mechanische Entkopplung des Bodenbelags vom Untergrund vorbeugen muss. Aber auch mit den Schallschutzeigenschaften der alten Gemäuer sieht es meist nicht gut aus: Ohne zusätzliche Trittschalldämmung der Böden könnte ein längerer Abend mit Freunden schnell zu Ärger mit den Nachbarn führen.

Das herkömmliche Verfahren ist allerdings langwierig: Zunächst müssen Unebenheiten und Risse mithilfe einer Egalisierungsschicht ausgeglichen werden. Erst wenn diese ausgehärtet ist, kann das Verlegen von Platten zur Entkopplung und zum Trittschallschutz beginnen. Der Handwerker muss sie passgenau zuschneiden und mit dem Untergrund verkleben. Nach dem Aushärten des Klebers muss er die Stöße der Platten mit Klebeband versiegeln, bevor darauf der Fliesenkleber verteilt werden kann.

Ausgleichen, entkoppeln, Trittschall reduzieren - mit PCI Nanosilent® hat die PCI Augsburg eine neue, leicht verlaufende Entkopplungsmasse entwickelt, die diese drei Schritte in einem einzigen Arbeitsgang zusammenfasst. "Vor allem wegen der langen Wartezeiten für das Aushärten von Ausgleichsschicht und Kleber zog sich die Vorbereitung des Untergrundes früher über mehrere Tage hin", schildert Theo Baumstark, Fliesenleger in Wiesbaden. "Mit PCI Nanosilent® heißt es nur noch: ausgießen, verteilen, entlüften - fertig! Und schon am nächsten Tag kann es mit dem Verlegen der Fliesen losgehen." Seine besonderen Eigenschaften erhält der Entkopplungsmörtel durch die Zugabe von Spezialpolymeren und Gummigranulat. Diese Gummipartikel sorgen für die hohe Flexibilität des ausgehärteten PCI Nanosilent® und sind so für die hervorragenden Entkopplungseigenschaften des Produkts verantwortlich. Eine Studie der TU München beziffert den Spannungsabbau auf 86 Prozent (zum Vergleich: 100 Prozent entsprächen einer völlig frei beweglichen, unverklebten Fliese).


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Foto: Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme des ausgehärteten Entkopplungsmörtels
Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme des ausgehärteten Entkopplungsmörtels: Das schwarze Gummigranulat in verschiedenen Korngrößen ist eingebettet in eine Zementmatrix. (Aufnahme: Zentrum für Werkstoffananalytik Lauf)
"Die Herstellung dieses speziellen Gummigranulats und vor allem seine optimale Einbettung in die Zementmatrix waren die größten Herausforderungen bei der Entwicklung von PCI Nanosilent®", sagt Elke Thiergärtner, Produktmanagerin für Fliesenverlegewerkstoffe bei der Augsburger BASF-Tochter. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn die durch die winzigen Gummipartikel bedingte Flexibilität des Entkopplungsmörtels sorgt auch für die ausgezeichnete Reduzierung von Trittschall. "PCI Nanosilent® erreichte bei Prüfungen der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen in Leipzig bei einer Schichtdicke von 10 Millimetern eine Trittreduzierung um 11 Dezibel. Das entspricht etwa einer Halbierung des wahrgenommenen Trittschalls und liegt im Bereich konventioneller Trittschall-Dämmplatten", sagt Manfred Schnell, Professor für Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Augsburg.

Unebenheiten im alten Untergrund sind für PCI Nanosilent® ohnehin kein Problem: Da das mit Wasser angemischte Pulver flüssig verarbeitet wird, lassen sich mit der leicht verlaufenden Entkopplungsmasse Schichtdicken von 5 bis 15 Millimetern, partiell sogar bis zu 20, einfach verarbeiten. Auch bei den anschließenden Arbeitsschritten erleichtern Produkte aus der "Nano"-Linie der PCI Augsburg das Leben von Profis und Heimwerkern. Der variable Flexmörtel PCI Nanolight® etwa eignet sich für die Verlegung aller Arten von Keramikbelägen. Dabei ist er besonders ergiebig: Mit 15 Kilogramm PCI Nanolight® lässt sich die gleiche Fliesenfläche verlegen wie mit 25 Kilogramm herkömmlichem Flexmörtel. Sein Geheimnis sind Füllstoffe aus leichtem Blähglas, die in PCI Nanolight® den sonst üblichen Quarzsand ersetzen. Wenn die Fliesen schließlich verlegt sind, kommt der variable Flexfugenmörtel PCI Nanofug® zum Einsatz, der sich für alle Fugenbreiten und alle keramischen Beläge eignet.

Die Vorsilbe "Nano" tragen alle drei Produkte zu Recht, wie Elke Thiergärtner erläutert: "Die für die jeweilige Funktion entscheidenden Materialstrukturen liegen in der Größenordnung von Nanometern. Die besondere Aufgabe bei der Entwicklung war es, die Aushärtung des Mörtels so zu beeinflussen, dass sich diese optimalen Nanostrukturen bilden. Sie sorgen für eine bessere Verzahnung von Untergrund und Fliese - auch bei dichter und wenig saugfähiger Keramik." Dass so viel Hightech unter seinen Füßen steckt, dürfte dem glücklichen Bewohner der fertig sanierten Wohnung allerdings meist verborgen bleiben.


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