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Amflora - A star(ch) is born

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Foto: Ein Kartoffelstrauch mit zahlreichen Früchten
Die Stärkekartoffel der BASF ist das erste gentechnisch veränderte Produkt, das seit 1998 in der EU die Zulassung zum Anbau erhalten soll. Die Zulassung für Amflora steht trotz positiver Sicherheitsbewertungen und einem zwölfjährigen Zulassungsverfahren bis heute aus:

Am 4. Dezember 2006 veröffentlichte die EU-Kommission das Ergebnis der Abstimmung im europäischen Regelungsausschuss über die Zulassung der gentechnisch optimierten Stärkekartoffel. Dabei wurden 134 Stimmen für die Zulassung und 109 dagegen abgegeben bei 78 Enthaltungen. Deutschland, als wichtiges Anbauland für Amflora, stimmte für die Zulassung und setzte damit ein positives Zeichen für die Pflanzenbiotechnologie. Die Zulassung ist Voraussetzung zum Anbau und zur Vermarktung von Amflora.

Am 16. Juli 2007 konnte sich der Rat der europäischen Landwirtschaftsminister während seiner Sitzung in Brüssel nicht auf eine endgültige Entscheidung über den kommerziellen Anbau der gentechnisch optimierten Stärkekartoffel einigen.

Für eine sofortige Zulassung wäre eine qualifizierte Mehrheit von knapp 74% der Stimmen notwendig gewesen. Nach geltendem EU-Recht muss nun die EU-Kommission über die Zulassung entscheiden: Sie hatte sich im Vorfeld für den Anbau der Stärkekartoffel eingesetzt und den Zulassungsprozess mit ihrer positiven Entscheidungsvorlage gestartet. Bis zur Jahresmitte 2008 hat die EU-Kommission die Freigabe von Amflora jedoch nicht verabschiedet, so dass ein Anbau in der Saison 2008 unmöglich wurde.

Am 24. Juli 2008, ein Jahr nach der Abstimmung im Agrarministerrat - dem letzten formalen Schritt im Zulassungsprozess - reichte die BASF Plant Science beim Europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg eine Untätigkeitsklage gegen die EU-Kommission ein.

"Wir bringen unseren Fall vor Gericht, um sicherzustellen, dass europäische Landwirte und Stärkeproduzenten Zugang zu einem innovativen Produkt bekommen, das ihnen einen potentiellen Mehrwert von über 100 Millionen € pro Jahr bringt. Zudem entgehen uns durch die ausstehende Zulassung geschätzte Lizenzeinnahmen von 20 bis 30 Millionen € für jedes verlorene Anbaujahr", so Dr. Hans Kast, Geschäftsführer der BASF Plant Science GmbH.


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