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BASF Visual - News & Media Relations
 

2. August 2006
Halbjahres-Telefonkonferenz, Ludwigshafen


BASF mit Dynamik auf profitablem Wachstumskurs



  • Starke Mengen-Nachfrage: Umsatzwachstum auf 12,3 Milliarden € (plus 16 %)
  • EBIT vor Sondereinflüssen bei 1,9 Milliarden € (plus 15 %)
  • Integration neuer Geschäfte auf gutem Weg
  • Herausforderndes Geschäftsumfeld für Pflanzenschutz und Ernährung
  • Optimistischer Ausblick für 2006: Umsatz und Ergebnis über hohem Vorjahresniveau


Ausführungen von Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstands der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Ausführungen von Dr. Kurt Bock, Finanzvorstand der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Es gilt das gesprochene Wort!



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Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen zu unserer Telefon-Konferenz. Für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr stellen wir Ihnen Rekordwerte vor. Die schon sehr guten Vorjahreswerte wurden erneut übertroffen. Hinzu kommt, dass wir in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 wichtige Meilensteine auf unserem Weg zu profitablem Wachstum erreicht haben. Die Stichworte heißen: Erwerb der Degussa Bauchemie, Übernahme der Engelhard Corporation und Akquisition von Johnson Polymer sowie CropDesign. Diese Portfolio-Erweiterungen sind Schlüsselbausteine unserer Strategie, die BASF noch konjunkturrobuster zu machen.

Das wirtschaftliche Umfeld im 1. Halbjahr war günstig für unser Geschäft: Die Konjunktur hat sich verbessert, die Aussichten erscheinen positiv. Asien - vor allem China, Indien und Korea - wächst stark, die Wirtschaftslage in den USA ist stabil, und die Binnen-Nachfrage in Europa und mittlerweile auch in Deutschland zeigt nach oben. Die übliche Sommerabschwächung ist kaum erkennbar.

Eine weiterhin gute Mengen-Nachfrage nach unseren Produkten belegt das große Vertrauen unserer Kunden in die BASF - The Chemical Company. Unsere Geschäftspolitik lautet: Wert vor Menge. Statt Marktanteile durch Niedrigpreise auszuweiten, ziehen wir das profitable Geschäft vor. Dazu bieten wir unseren Kunden mit innovativen Produkten und Systemlösungen Wettbewerbsvorteile, die sie erfolgreicher machen.

Risiken beinhaltet jedoch der anhaltend hohe Ölpreis, der nochmals nicht gekannte Höhen erreicht hat. Zugleich verunsichern geopolitische Spannungen – insbesondere im Nahen Osten - die Märkte. Die historisch hohen Rohstoffkosten haben den Druck auf unsere Margen weiter verstärkt. Deshalb waren in vielen Arbeitsgebieten Preiserhöhungen notwendig. Anpassungen der Preise an die steigenden Kosten werden wir auch künftig vornehmen müssen. Um die Marktposition der BASF weiter zu verbessern, werden wir auch in Zukunft unser Portfolio optimieren, unser Leistungsangebot mit Innovationen verstärken sowie die Maßnahmen zur Restrukturierung und Kostensenkung weltweit konsequent fortsetzen.

Nun zu den Zahlen im Einzelnen:

  • Der Umsatz im 2. Quartal stieg um 16 % auf 12,3 Milliarden €. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 15 % auf
    1,9 Milliarden €.

  • Kumuliert beträgt der Umsatz im 1. Halbjahr 2006 nahezu 25 Milliarden €. Das sind
    20 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT vor Sondereinflüssen steigerten wir im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf rund
    3,8 Milliarden €.


Mein Dank gilt dem gesamten BASF-Team, das im 1. Halbjahr wieder eine außerordentliche Leistung erbracht hat, vor allem auch weil im Rahmen der Akquisitionsprojekte viel zusätzliche Arbeit geleistet werden musste. Die zügige und effiziente Integration der akquirierten Geschäfte wird uns weiter einiges abverlangen, um die BASF entscheidend nach vorn zu bringen.


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BASF erneuert optimistische Prognose für Gesamtjahr 2006

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung schätzen wir positiv ein. Für unsere Branche rechnen wir mit einem weltweiten Wachstum von über 3 %, das regional jedoch sehr unterschiedlich sein kann. Wir wollen über dem Markt wachsen. Für das Gesamtjahr gehen wir von einer durchschnittlichen Währungsparität von 1,25 US-Dollar pro Euro aus. Wegen des anhaltend hohen und weiter gestiegenen Rohölpreises heben wir unsere Erwartungen an den Jahresdurchschnittspreis auf 65 US-Dollar pro Barrel Brent an.

Vor dem Hintergrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2006 sind wir für das Jahr 2006 weiterhin optimistisch: Der Umsatz wird deutlich ansteigen; das EBIT vor Sondereinflüssen wird den starken Vorjahreswert übertreffen.

Im zweiten Halbjahr erwarten wir zudem Umsatzbeiträge aus den Akquisitionen, die den Gesamtumsatz auf deutlich über 50 Milliarden € erhöhen werden. Beim EBIT vor Sondereinflüssen erwarten wir zusätzliche Ergebnisbeiträge.

Die Risiken habe ich bereits angesprochen.

Kurt Bock wird Ihnen nun die Ergebnisentwicklung des 2. Quartals näher vorstellen.


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[Ausführungen Kurt Bock]

[chart 1]

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

BASF setzte die erfreuliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung auch im 2. Quartal 2006 fort.

Der Nettoumsatz an Dritte übertraf den Wert des 2. Quartals 2005 um 16 % und erreichte
12,3 Milliarden €.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit, kurz EBIT, betrug vor Sondereinflüssen 1,9 Milliarden €. Damit übertraf es den Wert des Vorjahresquartals um 250 Millionen €.

[chart 2]

Auch das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter steigerten wir im Vergleich zum 2. Quartal 2005 deutlich. Es lag bei 920 Millionen €.

Im 2. Quartal konnten wir die Mengen erneut um 7 % steigern. Der Preiseffekt betrug ebenfalls 7 %, er liegt damit unter dem Durchschnitt der letzten Quartale.

Das bereits hohe Preisniveau in einigen Märkten macht Preiserhöhungen schwieriger; gleichwohl werden wir auch in den nächsten Monaten unverändert anstreben, die nochmals gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten durch Preiserhöhungen auszugleichen.

Im Segment Öl und Gas wirkte der anhaltend hohe Ölpreis hingegen positiv auf Umsatz und Ergebnis.

Akquisitionen und Devestitionen wirkten sich im 2. Quartal lediglich mit einem Umsatzeffekt von 2 % aus. Dies ist im Wesentlichen auf die zum 6. Juni 2006 übernommene Engelhard Corporation zurückzuführen, die umgerechnet 288 Millionen € zum Umsatz beitrug. Die akquirierten rund 150 Gesellschaften wurden bereits im Konzernabschluss der BASF-Gruppe berücksichtigt.

Eine Folge dieser Akquisitionen ist auch die Gründung des neuen Unternehmensbereiches Catalysts, der im Segment Chemikalien ausgewiesen wird. Die Nicht-Katalysator-Aktivitäten von Engelhard, im Wesentlichen Pigmente für verschiedenste Anwendungen wurden den Bereichen Veredelungspolymere, Veredlungschemikalien und Feinchemie zugeordnet.

Das EBIT betrug im 2. Quartal rund 1,8 Milliarden € und lag damit 13 % über Vorjahr. Per Saldo wurden Sonderbelastungen in Höhe von 113 Millionen € verbucht. Hierin enthalten ist die teilweise Erstattung eines EU-Bußgeldes in Höhe von 66 Millionen €, das wir im Jahre 2001 als Sonderbelastung ausgewiesen hatten.

[chart 3]

Die Sonderbelastungen betrugen 182 Millionen €. Davon wurden 65 Millionen € für im Jahresverlauf zu konkretisierende Restrukturierungsmaßnahmen abgegrenzt, die dann im Zuge der Umsetzung den jeweiligen Segmenten zugeordnet werden.

Die Akquisition der Engelhard Corporation im 2. Quartal führte zu Belastungen in der Größenordnung von 90 Millionen €. Etwa 50 Millionen € entfallen auf die erwarteten Kosten der Integration der Aktivitäten in die BASF-Gruppe. Daneben hat der Verbrauch des zu Marktwerten bewerteten Vorratsvermögens, des sogenannten Step-up, das Ergebnis der BASF-Gruppe mit 40 Millionen € belastet. Hierbei handelt es sich um einen reinen Bewertungseffekt.

Das Finanzergebnis war im 2. Quartal positiv. Ende 2005 hatten wir die Pensionsverpflichtungen der BASF Aktiengesellschaft in einen externen Pensionstreuhandverein eingebracht, wodurch die Nettofinanzierungskosten der Pensionsverpflichtungen reduziert wurden. Daneben haben wir Kursgewinne erzielt aus der Veräußerung von Aktien, die wir als Teil unserer Liquidität vorhielten und nun im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebotes angedient haben.

Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter stieg um 18 % auf

920 Millionen €. Die Steuerquote lag mit 47,6 % geringfügig über derjenigen des Vorjahresquartals in Höhe von 46,3 %. Der weiter erhöhte Ergebnisbeitrag des Segments Öl und Gas führte zu höheren nicht-anrechenbaren ausländischen Ertragssteuern für die Ölförderung. Sie betrugen im 2. Quartal 383 Millionen € gegenüber 267 Millionen € im Vorjahresquartal.

Der weitere Rückkauf eigener Aktien in den letzten 12 Monaten trug dazu bei, dass das Ergebnis je Aktie um 23 % auf 1,82 € anstieg.

Während die getätigten Akquisitionen erst im 2. Halbjahr einen nennenswerten Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben werden, ist dies für die Bilanz bereits zum 30. Juni der Fall.

[chart 4]

Der Anstieg der Bilanzsumme um 8,8 Milliarden € auf 44,5 Milliarden € ist ausschließlich auf die Akquisitionen – insbesondere der Engelhard Corporation, des Degussa Bauchemie-Geschäfts und von Johnson Polymer – zurückzuführen. Dies zeigt auch, dass wir unverändert unser Augenmerk auf die weitere Reduzierung der Vermögensbindung, vor allem im Umlaufvermögen, richten.

Der Vermögenszugang durch Akquisitionen und Devestitionen im 1. Halbjahr 2006 betrug per Saldo insgesamt 10,4 Milliarden €. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen war ein akquisitionsbedingter Anstieg von 3,3 Milliarden €, bei den Sachanlagen von 1,3 Milliarden € und beim kurzfristigen Vermögen von zirka 5,6 Milliarden € zu verzeichnen.

Der Anstieg im kurzfristigen Vermögen resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb des Degussa Bauchemie-Geschäfts sowie von Johnson Polymer. Die Kaufpreise in Höhe von insgesamt 3 Milliarden € wurden vertragsgemäß am 30. Juni an die jeweiligen Veräusserer gezahlt und die Ansprüche auf Übertragung der Geschäfte in der Bilanz zum 30. Juni 2006 als „Übrige Forderungen“ ausgewiesen. Ab dem Closing zum 1. Juli werden die im Rahmen der beiden Akquisitionen übernommenen Gesellschaften in den Abschluss der BASF-Gruppe einbezogen.

Der verbleibende Betrag betrifft fast ausschließlich die Akquisition der Engelhard Corporation. Im Rahmen einer vorläufigen Kaufpreisallokation wurde der Erwerbspreis für die Aktien der Engelhard Corporation in Höhe von 4,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise umgerechnet rund 3,8 Milliarden € auf übernommene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zugeordnet.

Das immaterielle Vermögen, das akquisitionsbedingt um 3,3 Milliarden € anstieg, enthält einen nach IFRS nicht planmäßig abzuschreibenden Goodwill in Höhe von 2,1 Milliarden €. Die übrigen übernommenen immateriellen Werte und Sachanlagen wurden zu geschätzten Marktwerten erfasst und enthalten somit einen Step up gegenüber den bisherigen Buchwerten bei Engelhard. Dieser Step-up führt in der BASF-Gruppe zu höheren planmäßigen Abschreibungen.

Die Auswirkungen der Akquisitionen auf das Vermögen der BASF-Gruppe sind im Detail auf Seite 21 des Zwischenberichts dargestellt.

Die Finanzierung der Akquisitionen erfolgte zum einen mit vorhandener Liquidität. Daneben wurden zwei Anleihen im Volumen von zusammen 2 Milliarden € mit Laufzeiten zwischen 3 und 10 Jahren emittiert. Das Commercial Paper Programm hatten wir von 5 Milliarden US-Dollar auf 7,5 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Die Inanspruchnahme belief sich am 30. Juni auf 4,4 Milliarden €.

Damit haben wir unsere Finanzschulden um 7 Milliarden € auf rund 11 Milliarden € erhöht. Dass diese Größenordnung für die BASF gut zu bewältigen ist, haben uns auch die Rating-Agenturen bestätigt. Sowohl Standard & Poor's als auch Moody's haben das sehr gute AA- beziehungsweise Aa3 Rating bestätigt. Dass Standard & Poor's dies mit einem negativen Ausblick für das Rating garnierte, können wir gut verkraften, denn unsere Eigenkapitalquote bleibt mit knapp 40 % auf einem für die Branche außerordentlich hohen Niveau und auch der Cashflow hat sich nochmals verbessert.

[chart 5]

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im 1. Halbjahr bei über 2,2 Milliarden € nach rund 2,1 Milliarden € im 1. Halbjahr des Vorjahres. Der Anstieg resultierte vor allem aus dem höheren Ergebnis.

[chart 6]

Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielles Vermögen lagen mit zirka 980 Millionen € oberhalb der Vorjahreswerte und erneut unter den korrespondierenden Abschreibungen. Die Position Akquisitionen und Devestitionen beinhaltet Ausgaben von rund 7 Milliarden € für den Erwerb von Engelhard Corporation, Degussa Bauchemie, Johnson Polymer und CropDesign.

Im 2. Quartal haben wir zudem Aktien im Wert von 285 Millionen € zurückgekauft. Zwischen dem 1. Januar 2006 und dem 30. Juni 2006 haben wir für 681 Millionen € eigene Aktien erworben, und zwar zu einem Durchschnitts-Kurs von 63,04 €.

Auf das bis zur Hauptversammlung 2007 laufende Programm über 500 Millionen €, das wir im Februar angekündigt hatten, entfielen 342 Millionen €. Damit haben wir seit Aufnahme des Aktienrückkauf-Programms im Jahr 1999 rund 21,5 % unserer eigenen Aktien zurückgekauft. Wir beabsichtigen auch in Zukunft eigene Aktien zu erwerben.

[chart 7]

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Kursentwicklung der BASF-Aktie:
Zwar erreichte der Kurs im April mit 69,49 € einen neues Hoch, trotzdem kann die Entwicklung im zweiten Quartal mit einer Performance von minus 0,14 % niemanden zufrieden stellen. Für manche Anleger mag es ein Trost sein, dass wichtige Indizes wie der DAX 30, der EURO STOXX 50 und der MSCI World Chemicals noch ungünstiger lagen. Wir werden jedenfalls unsere Anstrengungen fortsetzen, absolute Performance zu erzielen.

Damit kommen wir zu der Entwicklung in den Segmenten und Regionen.

Herr Dr. Hambrecht wird Ihnen nun weitere Einzelheiten erläutern.



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[Fortsetzung Ausführungen Jürgen Hambrecht]

Nun zu einigen Highlights aus unserer Segmentberichterstattung. Unserem aktuellen Zwischenbericht können Sie weitere Details zu den Unternehmensbereichen entnehmen:

Im Segment Chemikalien steigerten wir den Umsatz deutlich um 22 %. Ein verbesserter Absatz, das zusätzliche Geschäft durch den neu gegründeten Unternehmensbereich Catalysts und die neuen Anlagen in Nanjing, China, haben wesentlich dazu beigetragen. Der hohe Margendruck wegen stark gestiegener Rohstoffpreise, Abstellungen von Großanlagen sowie Anlagenausfälle führten zu einem Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen um 15 %.

Im Segment Kunststoffe steigerten wir den Umsatz um 8 % durch höheren Absatz insbesondere bei Styrol-Kunststoffen und Polyurethanen. Das Ergebnis verbesserte sich um 15 %.

Im Segment Veredlungsprodukte hatten alle Bereiche Anteil an der Umsatzverbesserung von 5 %. Hoher Margendruck durch partielle Überangebote bei gleichzeitig steigenden Rohstoffkosten führte zu einem um 23 % niedrigeren Ergebnis gegenüber einem sehr starken Vorjahresquartal.

Im Segment Pflanzenschutz und Ernährung waren Umsatz und Ergebnis rückläufig. Der Umsatzrückgang im Bereich Pflanzenschutz resultiert aus geringeren Mengen und dem Verkauf wesentlicher Teile unseres nordamerikanischen Generika-Geschäfts. Die klimatischen Bedingungen im bisherigen Verlauf von 2006 führten zu einem starken Rückgang der Nachfrage nach Fungiziden. In Südamerika wurde das Ergebnis zusätzlich durch die Aufwertung des brasilianischen Reals belastet.

Der Bereich Feinchemie konnte Umsatz und Ergebnis vor allem durch ein gutes Geschäft bei Aromachemikalien und die erworbenen Contract-Manufacturing- und Personal-Care-Aktivitäten verbessern. Bei Lysin und Vitamin C drücken Überkapazitäten und hohe Rohstoffkosten weiterhin auf die Margen. Zu der Ergebnissteigerung des Bereiches trugen auch unsere fortgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung bei.

Im Segment Öl und Gas wurden bei anhaltend hohen Rohölpreisen und einem deutlich ausgeweiteten Erdgashandelsgeschäft Umsatz und Ergebnis um 50 % gesteigert.


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Umsatzwachstum in allen Regionen

Die stärksten Wachstumsimpulse kamen im 2. Quartal aus Europa und Asien. Dort verzeichneten die Gruppengesellschaften zweistelliges Umsatzwachstum.

In Europa erwirtschafteten unsere Gesellschaften im 2. Quartal einen Gesamtumsatz von
7,5 Milliarden €. Das entspricht einer Verbesserung von 21 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg in Europa um 26 %. Zu der deutlichen Verbesserung trug vor allem das Segment Öl und Gas bei.

Unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Gazprom wurde weiter ausgebaut. Im russischen Tomsk haben wir im April eine Vereinbarung über die Beteiligung der BASF an der großen westsibirischen Erdgas-Lagerstätte Juschno Russkoje unterzeichnet. Unser Anteil am wirtschaftlichen Erfolg dieses 600 Milliarden Kubikmeter großen Gasfeldes in Westsibirien beträgt knapp 35 %. Erstes Erdgas soll ab 2008 gefördert werden. Gazprom erhöht im Gegenzug seine Beteiligung an unserem sehr erfolgreichen Joint Venture Wingas und erhält eine signifikante Minderheitsbeteiligung an einer Wintershall-Gesellschaft, welche Explorations- und Produktionsbeteiligungen in Libyen hält.

Einen großen Schritt vorangekommen ist im 2. Quartal ein weiteres wichtiges Projekt zur Förderung von Erdgas in Sibirien: Das von Wintershall und Gazprom betriebene Gemeinschaftsunternehmen ZAO Achimgaz hat mit den ersten Produktionsbohrungen begonnen. Am Jahresende soll die Produktion aufgenommen werden. Das deutsch-russische Joint Venture soll aus einem Teilgebiet des westsibirischen Urengoi-Feldes über 40 Jahre hinweg insgesamt mindestens 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas sowie 40 Millionen Tonnen Kondensat fördern.

Beide Projekte tragen in Verbindung mit der geplanten Nordeuropäischen Gaspipeline zur Versorgungssicherheit Europas mit Erdgas bei und bauen unser Öl- und Gasgeschäft langfristig weiter aus.

In der Region Nordamerika legte der Umsatz um über 5 % zu. Die Akquisition der Engelhard Corporation und der höhere Absatz von Polyurethanen hatten daran wesentlichen Anteil.

Das EBIT vor Sondereinflüssen ging um 25 % auf 263 Millionen € zurück. Gründe dafür waren unter anderem die planmäßige Abstellung des Steamcrackers in Port Arthur, Texas, und der geringere Absatz bei Pflanzenschutzmitteln.

In Südamerika, Afrika, Naher Osten erzielten die Gesellschaften einen um 8 % höheren Umsatz. Das EBIT vor Sondereinflüssen war durch die starke Aufwertung der brasilianischen Währung mit höheren Kosten belastet.

Die Region Asien, Pazifischer Raum bleibt der Wachstumsmarkt. Unser Umsatz stieg um
18 %. Großen Anteil an dem Umsatzwachstum hat unser neuer Verbundstandort in Nanjing, China. Vor wenigen Wochen haben wir eine Absichtserklärung zur Erweiterung des Standorts zusammen mit unserem Partner Sinopec unterzeichnet. Gemeinsam werden wir weitere 500 Millionen US-Dollar in die Kapazitätserweiterung des Steamcrackers und zusätzliche Downstream-Anlagen investieren. Damit schöpfen wir das Verbund-Potenzial des Standorts noch besser aus. In Nanjing werden wir künftig auch Spezialchemikalien wie Vorprodukte für Kraftstoff- und Schmiermitteladditive, Tenside für Waschmittel und Superabsorber herstellen.

Aktuell nehmen wir im Industrie-Park Caojing bei Shanghai unseren neuen MDI/TDI-Komplex in Betrieb. Gemeinsam mit Partnern haben wir rund eine Milliarde US-Dollar in die Anlagen und ihre Infrastruktur investiert. MDI und TDI sind wichtige Vorprodukte für Polyurethane. Bis 2015 soll der chinesische Markt für diese vielseitigen Kunststoffe um zirka 10 % jährlich wachsen und der größte weltweit werden.

An unserem Verbundstandort Kuantan in Malaysia haben wir eine Polybutylenterephthalat-Anlage (PBT) erfolgreich in Betrieb genommen. Die PBT-Anlage wird als ein Joint Venture mit dem japanischen Unternehmen Toray Industries betrieben. PBT ist ein hochbelastbarer technischer Kunststoff, für den große Nachfrage im Auto- und Maschinenbau sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie besteht.

Das EBIT vor Sondereinflüssen ist in der Region Asien, Pazifischer Raum um 32 % auf
125 Millionen € gestiegen.


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Neu erworbene Geschäfte werden zügig integriert

Meine Damen und Herren,

die Integration der neuen Geschäftsaktivitäten in die BASF-Gruppe ist eine zentrale Aufgabe, die von uns im Laufe des Jahres 2006 und darüber hinaus vollen Einsatz verlangt. Für alle drei erworbenen Arbeitsgebiete – so unterschiedlich sie voneinander sind – gilt gleichermaßen, dass sie unsere vorhandenen Aktivitäten strategisch sinnvoll ergänzen, unsere Produktpalette für Industriekunden und Endverbraucher-Märkte erweitern und die BASF insgesamt konjunkturrobuster machen. Alle drei Geschäfte haben sich im 1. Halbjahr 2006 sehr positiv entwickelt: Das Umsatzwachstum bei Engelhard betrug 45 %; bei Degussa Bauchemie 18 % und bei Johnson Polymer 12 %.

Wir haben gemeinsame Integrations-Teams gebildet, die weltweit die Einbindung der einzelnen Geschäftsfelder und funktionalen Einheiten zügig umsetzen. Das geschieht im offenen Dialog und mit gegenseitigem Respekt. So wird es uns gelingen, innerhalb kurzer Zeit das beste Team der Industrie zu bilden und noch mehr profitables Wachstum zu schaffen. Wir rechnen nach heutigem Kenntnisstand für das Jahr 2006 mit Sonderbelastungen in Höhe von rund 500 Millionen €, die etwa zur Hälfte akquisitionsbedingt sind. Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Integrationen vor Jahresmitte 2007 abzuschließen.

Mit der Übernahme der Engelhard Corporation ist BASF jetzt ein führender Anbieter im dynamisch wachsenden Katalysatorenmarkt. Die zusammengeführten Aktivitäten bieten eine weltweit einzigartige Technologieplattform mit einem enormen Potenzial für Innovationen und Wachstum.

Das Katalysatorengeschäft wird im neuen Unternehmensbereich Catalysts mit Sitz in New Jersey geführt und im Segment Chemikalien ausgewiesen. Die übrigen Aktivitäten von Engelhard werden überwiegend dem Segment Veredlungsprodukte und dem Unternehmensbereich Feinchemie zugeordnet. In den USA firmiert das Unternehmen jetzt als BASF Catalysts LLC. In den anderen Regionen wird die Umbenennung bzw. Integration in bestehende BASF-Gesellschaften in den kommenden Monaten abgeschlossen.

Seit Anfang Juli bilden die früheren Degussa-Aktivitäten den BASF-Unternehmensbereich Bauchemie im Segment Veredlungsprodukte. BASF ist nun Markt- und Technologieführer im hochinnovativen Bauchemiegeschäft, das ein jährliches weitgehend konjunkturrobustes Wachstum von rund 5 % aufweist. Wir ergänzen unser Portfolio z. B. um Produkte und Technologien, die für optimale Betoneigenschaften sorgen, und Materialien zum Abdichten, Versiegeln oder Verkleben. Unseren Kunden bieten wir dadurch eine noch größere Vielfalt an innovativen Produkten und helfen ihnen, im wettbewerbsintensiven Bausektor erfolgreicher zu sein. Die starke Präsenz der BASF in Asien eröffnet uns Wachstumsmöglichkeiten in der boomenden Baubranche der Region. Weltweit arbeiten für das neue Arbeitsgebiet mehr als 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, die in den zurückliegenden Jahren rund 100 neue Produkte pro Jahr entwickelt haben.

Der weltweit führende Hersteller von wasserbasierten Harzen für Lacke und Druckfarben, das US-Unternehmen Johnson Polymer, wird zur Zeit in unseren Unternehmensbereich Veredlungschemikalien integriert. Damit ergänzen wir unser Harzportfolio um wasserbasierte Technologien und verstärken unsere Marktpräsenz in Nordamerika. Unseren Kunden aus der Automobil-, Holz- oder Verpackungsindustrie bieten wir ein einzigartiges Produktportfolio mit neuen technologischen Perspektiven.


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Erfolge unserer Forscher sollen auch Deutschland nutzen

Mit der Integration der neuen Geschäfte führen wir unterschiedliche Kompetenzen und unterschiedliche Unternehmenskulturen zusammen. Wir tun das in der Gewissheit, dass daraus Neues und noch Besseres entsteht und unsere Kunden davon profitieren.

Auch in der deutschen Politik sind unterschiedliche Sichtweisen in einer gemeinsamen Großen Koalition zusammengeführt worden. Wir Bürger haben große Hoffnungen darauf gesetzt, dass die neuen Ergebnisse dieser Politik besser als die bisherigen werden.

Was wir leider erleben, ist eher die Koalition der großen Kompromisse auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Das bringt Deutschland nicht voran. Was wir dringend brauchen, sind weitere Reformschritte, eine Senkung der Lohnnebenkosten, Sanierung und Weiterentwicklung der Sozialsysteme sowie eine Steuerreform, mit der die tarifliche Belastung deutscher Unternehmen auf ein international wettbewerbfähiges Niveau gesenkt wird. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Was 2006 nicht konsequent angegangen wird, könnte angesichts anstehender Wahlen 2007 auf die lange Koalitionsbank geschoben werden.

Große Sorgen macht uns, dass wir bisher kaum Bewegung bei der gesetzgeberischen Neubewertung der Pflanzenbiotechnologie sehen. Wir haben in Deutschland hervorragende Forscher und exzellente Forschungseinrichtungen für diese faszinierende Zukunftstechnologie.

Die kommerzielle Nutzung der Forschungsergebnisse wird bisher aber durch eine sehr restriktive Gesetzgebung verhindert.

Die BASF wird weiterhin hohe finanzielle Mittel in dieses zukunftsweisende Arbeitsgebiet stecken. Wir wollen, dass die Erfolge unserer Forscher voll dem Standort Deutschland zugute kommen. Dabei setzen wir auf die Unterstützung der Politik. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass weitsichtige politische Entscheider den Schlüssel zu einer der kreativsten und innovativsten Zukunftstechnologien erneut anderen Firmen jenseits der deutschen Grenze überlassen wollen.

Lassen Sie uns deshalb gemeinsam mutig die Veränderung und den Erfolg wagen. Wir in der BASF sind bereit dazu.

Jetzt stehen Ihnen mein Kollege Kurt Bock und ich zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.



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