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22. Februar 2007 Bilanz-Pressekonferenz in Ludwigshafen |

BASF weiter auf Erfolgskurs: Rekord-Ergebnis 2006 – Optimismus für 2007
- Umsatz (plus 23 %) und EBIT vor Sondereinflüssen
(plus 18 %) 2006 auf Rekordhöhe gestiegen - Prämie von 2,1 Milliarden € auf die Kapitalkosten verdient
- Neue Geschäftsfelder stärken die BASF
- Ausblick: BASF für Gesamtjahr 2007 zuversichtlich
Ausführungen von Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstands der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Ausführungen von Dr. Kurt Bock, Finanzvorstand der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Es gilt das gesprochene Wort!

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Herzlich willkommen, meine Damen und Herren!
Das Jahr 2006 war für die BASF – The Chemical Company – ein ganz besonderes Jahr. Das BASF-Team hat wichtige Ziele erreicht, wir haben unsere Strukturen weltweit verbessert, wir haben Kosten gesenkt, und wir haben unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte haben wir beim Umsatz die 50 Milliarden Euro Marke übertroffen und mit einem Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen von über 7,2 Milliarden € einen neuen Rekordwert erzielt. Und auch beim BASF-Aktienkurs haben wir in den zurückliegenden Wochen und Monaten historische Höchststände erreicht.
Geschafft hat dies unser ehrgeiziges BASF-Team aus eigener Kraft. Der konjunkturelle Rückenwind hat uns dabei geholfen. Durch unsere großen wertschaffenden Akquisitionen in den Arbeitsgebieten Katalysatoren, Bauchemie sowie Harzen für Lacke und Drucksysteme sind wir in innovationsstarken Arbeitsgebieten gewachsen und noch näher an die Kunden herangerückt. Zugleich haben wir unsere Kompetenz verbreitert und sind insgesamt konjunkturrobuster geworden. Dem gesamten BASF-Team weltweit gilt mein Dank für die geleistete Arbeit und für das großartige Engagement, die vor uns liegenden Aufgaben mit ganzer Kraft anzupacken.
Mit der Integration der akquirierten Geschäfte kommen wir gut voran und werden diese wie geplant bis Mitte des Jahres weitgehend abschließen. Vor Berücksichtigung der akquisitionsbedingten Sondereinflüsse haben alle erworbenen Geschäfte 2006 positiv zum Ergebnis beigetragen. Die künftigen Synergieeffekte von rund 290 Millionen € pro Jahr, deren volle Höhe wir bis zum Jahr 2010 erreichen wollen, liegen deutlich über unseren Erwartungen.
Zur Geschäftsentwicklung im Detail: 2006 haben wir mit 2,1 Milliarden € erneut eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten erzielt. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Integrationskosten der Akquisitionen das Ergebnis belastet haben und vor allem das operative Vermögen gestiegen ist.
Unseren Anspruch profitabel und stärker als der Markt zu wachsen haben wir auch 2006 erfüllt. Den Umsatz steigerten wir um 23 % auf fast 53 Milliarden €, dazu trugen die im Jahr 2006 erworbenen Geschäfte mit 4,2 Milliarden € bei. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 18 % auf über 7,2 Milliarden €.

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Optimistischer Ausblick für 2007: Kräftiges Umsatzwachstum
Das Jahr 2007 ist noch jung und wird einige Überraschungen, aber - so glaube ich - vor allem Chancen für die gesamte Wirtschaft bringen. Offene Fragen sind: Wie wird sich der Rohölpreis entwickeln, wie der US-Dollar? Insbesondere aber: Wird die Weltwirtschaft zum vierten Mal in Folge deutlich wachsen? Die Aussichten dafür sind gut, trotz einiger dämpfender Faktoren wie dem Leistungsbilanzdefizit in den USA sowie weiterhin volatilen Rohstoffpreisen und Wechselkursen. Nur schwer einschätzbar sind allerdings die Risiken, die von regionalen Krisengebieten ausgehen, vor allem im Nahen Osten.
Unserer Geschäftsplanung für 2007 haben wir folgende Annahmen zu Grunde gelegt:
- Ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,2 % und einen Anstieg der globalen Chemieproduktion (ohne Pharma) in gleicher Höhe
- Einen Ölpreis von 55 US-Dollar/Barrel Brent im Jahresdurchschnitt mit fallender Tendenz in den Folgejahren
- Einen US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,30 US-Dollar pro Euro
- Im Jahresverlauf moderat ansteigende Zinsen, primär in Europa
So dynamisch sich unser Geschäft 2006 entwickelt hat, so kraftvoll sind wir in das neue Jahr gestartet. Die positive Entwicklung hat sich fortgesetzt, die Nachfrage nach unseren Produkten ist hoch, unsere Anlagen sind gut ausgelastet.
Wir wollen auch 2007 unsere Position als das führende Chemieunternehmen der Welt ausbauen, den Wert der BASF weiter steigern und eine attraktive Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen. Zusätzliche Energie schöpfen wir dabei aus unseren neu akquirierten Arbeitsgebieten, aus unseren Investitionen in Wachstumsmärkte sowie aus unseren erweiterten Forschungsaktivitäten. Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhen wir 2007 nochmals um knapp 10 % auf rund 1,4 Milliarden € weltweit.
Unser im vergangenen Jahr initiiertes Programm zur Effizienzsteigerung setzen wir zügig um. Mit unseren Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der gesamten BASF-Gruppe im harten globalen Wettbewerb kommen wir gut voran. Ich bin überzeugt, dass wir unser im November vergangenen Jahres angekündigtes Ziel, Einsparungen von jährlich 300 Millionen € bis 2008 zu realisieren, erreichen werden.
Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2007 einen deutlich höheren Umsatz als im Vorjahr. Dazu werden sowohl die 2006 hinzugekauften Geschäfte als auch das organische Wachstum der bestehenden Bereiche beitragen. Wir haben trotz des deutlichen Rückgangs beim Ölpreis und der damit verbundenen Auswirkungen auf das Ergebnis im Segment Öl und Gas den Ehrgeiz, beim Ergebnis vor Sondereinflüssen mindestens den Rekordwert des Jahres 2006 wieder zu erreichen. Auf Grund unserer nachhaltig gestärkten Ertragskraft erwarten wir, in jeder Wirtschaftslage mindestens die Kapitalkosten zu verdienen – und das Jahr für Jahr.

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Segment Chemikalien mit Rekordumsatz
Nun kurz zur Entwicklung der Segmente im Jahr 2006. Die detaillierte Übersicht finden Sie wie immer in Ihren Unterlagen.
Das Segment Chemikalien erzielte insbesondere durch die erstmalige Einbeziehung des neuen Unternehmensbereichs Catalysts einen Rekordumsatz von 11,6 Milliarden €, eine Steigerung um 43 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen erreichte mit 1,7 Milliarden € einen neuen Rekordwert.
Höhere Mengen und Preissteigerungen verbesserten Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen im Segment Kunststoffe. Der Umsatz stieg um 9 % auf 12,8 Milliarden €, das EBIT vor Sondereinflüssen legte um 18 % auf 1,2 Milliarden € zu.
Im Segment Veredlungsprodukte stieg der Umsatz durch die akquirierten Geschäfte deutlich um 23 % auf über 10 Milliarden €. Integration und Restrukturierungskosten, aber auch sinkende Margen insbesondere bei Acrylmonomeren, hatten einen Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen zur Folge.
Im Segment Pflanzenschutz und Ernährung lag der Umsatz fast auf Vorjahresniveau (minus 2 %), das EBIT vor Sondereinflüssen (minus 37 %) war rückläufig.
Das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln litt in wichtigen Anbauregionen unter ungünstigen Witterungsbedingungen für Fungizide, unter niedrigen Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse und hohen Energiekosten.
Im Unternehmensbereich Feinchemie stiegen der Umsatz und das EBIT vor Sondereinflüssen. Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen belasteten allerdings das EBIT.
Unser Portfolio mit innovativen Pflanzenschutzmitteln sowie unsere Beiträge zur Restrukturierung des Unternehmensbereichs Feinchemie sollen 2007 zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung des Segments führen.
Der Anstieg der Rohöl- und Erdgaspreise sowie die Ausweitung unseres Erdgashandels verbesserten im Segment Öl und Gas Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen auf ein neues Rekordniveau von 10,7 Milliarden € bzw. 3,2 Milliarden €.
Zweistelliges Umsatzwachstum in allen Regionen
Der Umsatz der BASF-Gesellschaften in Europa wuchs insgesamt um 25 %, in Nordamerika um 20 %, in Asien um 23 % und in der Region Südamerika, Afrika, Naher Osten um 11 %.
Die Gesellschaften in Europa verbesserten das EBIT um 25 % auf 5,5 Milliarden €. Wesentlich dafür waren das gestiegene Ergebnis bei Öl und Gas sowie die gute Entwicklung unseres Kunststoffgeschäfts.
In Nordamerika haben wir unser Ziel, die Fixkosten um jährlich 400 Millionen US-Dollar zu reduzieren, bereits 2006 und damit früher als geplant erreicht. Die Umsatzsteigerung geht vor allem auf die erstmalige Einbeziehung der neuen Unternehmensbereiche Catalysts und Bauchemie zurück. Das hohe EBIT des Vorjahrs konnten wir erneut übertreffen.
In Asien boomt unser Chemiegeschäft. Am neuen und wirtschaftlich erfolgreichen Verbundstandort Nanjing in China sind alle Anlagen ausgelastet. Wir prüfen zur Zeit die Erweiterung dieses Standorts. Zusätzliche Impulse gingen von unseren neuen Anlagen am chinesischen Standort Caojing aus. Dort haben wir 2006 mit Partnern einen Isocyanatkomplex zur Herstellung von Polyurethan-Vorprodukten eröffnet. Am Verbundstandort Kuantan in Malaysia haben wir gemeinsam mit Toray Industries eine PBT-Anlage in Betrieb genommen. Während das operative Geschäft deutlich wuchs, lag das EBIT unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund sind Anlagenschließungen im Rahmen unseres Programms zur Effizienzsteigerung.
In Südamerika, Afrika, Naher Osten ging das EBIT zurück. Wesentliche Gründe waren die geringeren Margen bei Pflanzenschutzmitteln, der negative Währungseffekt sowie die in Euro gestiegenen Fixkosten.
Detaillierte Informationen zum Jahresabschluss gibt Ihnen nun mein Kollege Kurt Bock.

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[Ausführungen Dr. Kurt Bock]
Meine Damen und Herren,
Beim Blick auf den Jahresabschluss 2006 der BASF-Gruppe fallen vor allem vier Aspekte ins Auge:- Das Ergebnis konnte auf allen Ebenen nochmals gegenüber dem bereits guten Jahr 2005 gesteigert werden.
- Die Finanzkraft – gemessen am Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit – stieg erneut an und sichert in Verbindung mit einer grundsoliden Bilanz unseren Handlungsspielraum.
- Die Bilanz ist maßgeblich geprägt durch die Konsolidierung der Akquisitionen des Jahres 2006, allen voran von Engelhard und der Bauchemie-Aktivitäten von Degussa.
- Schließlich haben wir den Aktienrückkauf im Jahr 2006 mit nahezu einer Milliarde Euro fortgesetzt.
Nun zu den Einzelheiten.
Vom Umsatzanstieg in Höhe von 9,9 Milliarden € bzw. 23 % auf 52,6 Milliarden € entfallen 4,2 Milliarden € auf Akquisitionen. Auch ohne sie hätte die BASF mit einem Mengenwachstum von 5,5 % und einem durchschnittlichen Preisanstieg von 8 % ein respektables Wachstum erzielt. Noch wichtiger ist, dass sich die Wachstumsdynamik im 4. Quartal fortsetzte und dass auch unser Chemiegeschäft – ohne das Segment Öl und Gas und ohne die Akquisitionen – im Jahr 2006 Mengen und Preise insgesamt um 5 bzw. 3 % verbessern konnte.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit – kurz EBIT – betrug im abgelaufenen Jahr 6,75 Milliarden €. In Relation zum Umsatz erreichte das EBIT 12,8 % nach 13,6 % im Jahr 2005. Das EBIT enthält zusätzliche Abschreibungen auf die erworbenen und auf Marktpreise aufgebuchten Anlagevermögenswerte der Akquisitionen in Höhe von rund 170 Millionen €. Zusätzlich wird es mit Sondereinflüssen von per Saldo 507 Millionen € belastet.
Auf Restrukturierungsmaßnahmen entfielen hiervon 562 Millionen €. Sie betrafen vor allem die Unternehmensbereiche Feinchemie und Zwischenprodukte. Zu Sonderbelastungen führten insbesondere die Maßnahmen zur Restrukturierung der Butandiol-Wertschöpfungskette.
Der Sonderaufwand im Zusammenhang mit der Integration der akquirierten Geschäfte belief sich im Berichtsjahr auf 175 Millionen €. Hierin enthalten sind Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter und der Verbrauch des zu Marktwerten bewerteten Vorratsvermögens der erworbenen Geschäfte.
Sondererträge ergaben sich aus Devestitionen im Unternehmensbereich Pflanzenschutz, aus einer teilweisen Rückerstattung des EU Bußgeldes aus dem Vitaminkartellverfahren des Jahres 2001 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen für Risiken aus dem 2001 devestierten Pharmageschäft.
Das Finanzergebnis belief sich auf minus 223 Millionen € nach plus 96 Millionen € im Vorjahr. Gestiegene Zinsaufwendungen infolge der Akquisitionsfinanzierung waren hierfür verantwortlich. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass das Beteiligungsergebnis im Vorjahr einen steuerfreien Sonderertrag aus der Veräußerung unseres Anteils von 50 % an Basell enthielt.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug 6,5 Milliarden €, der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter 3,2 Milliarden €. Dies ist sowohl vor als auch nach Steuern ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahreswerten.
Die Steuerquote lag mit 46,9 % auf dem Niveau des Vorjahres. Das insgesamt hohe Niveau ist – wie bekannt – auf die nicht anrechenbaren ausländischen Ertragsteuern für Ölförderung zurückzuführen, die sich im Jahr 2006 auf rund 1,3 Milliarde € beliefen nach knapp 1,1 Milliarde € im Vorjahr.
Mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 5,9 Milliarden € erzielten wir ebenfalls einen neuen Rekordwert. Hervorheben möchte ich, dass das Netto-Umlaufvermögen trotz der deutlichen Geschäftsausweitung im vergangenen Jahr praktisch unverändert geblieben ist. Vor allem im 4. Quartal konnten wir das Netto-Umlaufvermögen um 765 Millionen € verringern.
Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielles Vermögen lagen wie bereits in den Vorjahren unter den entsprechenden Abschreibungen. Die Auszahlungen für Akquisitionen betrugen 6,4 Milliarden €, die aus Devestitionen erzielten Erlöse beliefen sich auf 157 Millionen €.
Der Free Cashflow, das ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Ausgaben für Sachanlagen und immaterielles Vermögen, betrug 3,5 Milliarden € nach 3,3 Milliarden € im Vorjahr.
Rund 60 % des freien Cashflow haben wir für den Aktienrückkauf und Dividendenzahlungen eingesetzt. Den verbleibenden Betrag in Höhe von 1,4 Milliarden € nutzten wir für die Finanzierung der Akquisitionen.
In Form von Aktienrückkäufen haben wir 938 Millionen € ausgeschüttet. Insgesamt erwarben wir im abgelaufenen Jahr 14,7 Millionen BASF-Aktien zum Preis von durchschnittlich 63,84 €. Damit wurden seit Beginn des Programms 1999 bis zum Jahresende 2006 eigene Aktien für 6,35 Milliarden € zurückgekauft.

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Im Jahr 2007 haben wir das Anfang November 2006 angekündigte Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Millionen € fortgesetzt. Seit Jahresanfang bis Mitte Februar haben wir unter diesem Programm für 100 Millionen € 1,3 Millionen eigene Aktien erworben. Insgesamt wurden damit unter dem Anfang November angekündigten Programm bisher 2,75 Millionen Aktien für 200 Millionen Euro zurückgekauft. Der Hauptversammlung im April werden wir eine erneute Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vorschlagen.
Trotz dieser Aktienrückkäufe betrug die Eigenkapitalquote der BASF-Gruppe zum Jahresende 41 %. Sie ist damit auch nach den Akquisitionen immer noch überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu unseren Wettbewerbern.
Insgesamt ist die Bilanz maßgeblich durch die Akquisitionen geprägt. Das sehen Sie an dem Anstieg der Nettoverschuldung von 3 Milliarden € auf 8,6 Milliarden €.
Eine Folge der Akquisitionen ist vor allem auch der starke Anstieg des langfristigen Vermögens. Dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme der immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisaufteilung zurückzuführen. Dieses immaterielle Vermögen enthält aus den Akquisitionen des Jahres 2006 einen nach IFRS nicht planmäßig abzuschreibenden Goodwill in Höhe von rund 2,7 Milliarden €.
Die Vorräte erhöhten sich infolge der Akquisitionen sowie weiter gestiegener Rohstoffpreise. Allerdings konnten wir die Lagerreichweite im Jahresverlauf leicht reduzieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen zwar ebenfalls zu, hier gelang es uns jedoch die Außenstandsdauer gegenüber dem bereits guten Niveau des Vorjahresquartals spürbar zu senken.
Auf diesem Schaubild sehen Sie, wie sich die wesentlichen Akquisitionen auf Vermögen und Kapital der BASF-Gruppe zum 31.12.2006 ausgewirkt haben. Hervorzuheben ist, dass bei der erstmaligen Konsolidierung der Gesellschaften eine sogenannte Kaufpreisallokation vorzunehmen ist, die für die einzelnen Vermögensgegenstände den Zeitwert berücksichtigt.
Der Vermögenszugang von rund 11 Milliarden € zum 31.12.2006 ist größer als die insgesamt für das Eigenkapital aufgewendeten Kaufpreise in Höhe von 6,7 Milliarden €. Der Unterschiedsbetrag resultiert im Wesentlichen aus den übernommenen Verbindlichkeiten der akquirierten Geschäfte.
Sie können aus dieser Darstellung auch ableiten, dass ohne die Akquisitionen die Eigenkapitalquote der BASF-Gruppe im abgelaufenen Jahr von 49 % auf 54 % angestiegen wäre.
Damit kommen wir zu den Kennzahlen, die die positive Geschäftsentwicklung widerspiegeln. Das Ergebnis je Aktie konnten wir im Vergleich zum bereits sehr erfolgreichen Jahr 2005 nochmals deutlich erhöhen – von 5,73 € auf 6,37 €.
Die Gesamtkapitalrendite erreichte – trotz der infolge der Akquisitionen deutlich gestiegenen durchschnittlichen Bilanzsumme – mit 17,5 % das Vorjahresniveau von 17,7 %.
Das EBIT nach Kapitalkosten, unsere wesentliche finanzwirtschaftliche Ziel- und Steuerungsgröße, erreichte auch nach den Akquisitionen einen Wert von über 2 Milliarden €. Damit haben wir unser Ziel, eine Prämie auf die Kapitalkosten zu verdienen und so Wert für unsere Aktionäre zu schaffen, wie bereits in den Vorjahren erreicht.
Zum Abschluss ein Blick auf die Wertentwicklung der BASF-Aktie: Die BASF-Aktie hat sich im Jahr 2006 mit einem Wertzuwachs von 17,5 % gut entwickelt, wenn auch etwas schwächer als die Indizes DAX 30 und EURO STOXX 50.
Insbesondere auf längere Sicht lohnte sich das Investment in BASF-Aktien. Aktionäre, die Ende des Jahres 1996 umgerechnet 1.000 € in BASF-Aktien angelegt haben und die ihnen zugeflossenen Dividenden wieder in die Aktie investierten, verfügten am Jahresende 2006 über einen Depotwert von 3.291 €. Diese Wertsteigerung entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 12,7 %. Sie liegt über den vergleichbaren Werten des EURO STOXX 50 (10,5 %) und des DAX 30 (8,6 %).
Soweit der Blick in die Vergangenheit. Jürgen Hambrecht wird jetzt über ein aktuelles Thema sprechen, das uns alle sehr beschäftigt.

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[Fortsetzung Ausführungen Dr. Jürgen Hambrecht]
Innovative BASF-Produkte für intelligenten Klimaschutz
Meine Damen und Herren!
Chemie bedeutet Zukunft, und die wollen wir als führendes Unternehmen unserer Branche mitgestalten. Ein zentrales Zukunftsthema beherrscht zur Zeit die Diskussion in der Politik, in den Medien und auch bei vielen Menschen zu Hause. Dieses Thema lautet: Die Zukunft unseres Klimas. Hier wird engagiert und emotional diskutiert. Das ist richtig, weil es viele offene Fragen gibt.
Auch wir beteiligen uns an dieser Diskussion, aber ohne Panikmache. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere, sondern haben eigene Lösungen zu bieten. Lassen Sie mich einige davon nennen:
- Innovative und energieeffiziente BASF-Produkte reduzieren CO2-Emissionen. Dazu zählen Dämmstoffe für Gebäude oder Kunststoffe, die Automobile leichter und somit sparsamer machen. So führen 10 % weniger Gewicht bei einem Auto zu einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs um 5 %. Wenn in Deutschland alle Altbauten konsequent gedämmt würden, könnten damit 80 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes aller deutschen Kraftfahrzeuge.
- Unsere weltweit geltenden Umweltziele setzen wir konsequent um und haben dabei auch 2006 Fortschritte gemacht. Wir wollen die Treibhausgase je Tonne Verkaufsprodukt von 2002 bis 2012 um 10 % senken. Im Jahr 2006 betrug die Reduktion mehr als 12 % im Vergleich zu 2002.
- In den Jahren 1990 bis 2002 hat die BASF-Gruppe ihre Treibhaus-Gas-Emissionen absolut bereits um 38 % und spezifisch sogar um 61 % gesenkt.
- Mehr als 75 % unseres weltweiten Strombedarfs produzieren wir mit hochmodernen und äußerst energieeffizienten Gas- und Dampf-Anlagen. Weltweit betreiben wir 16 solcher Anlagen, die heute die beste verfügbare Technologie darstellen. Allein das neue GuD-Kraftwerk in Ludwigshafen verringert seit 2006 den CO2-Ausstoß um 500.000 Tonnen im Jahr im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Dampf. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von rund 250.000 Autos, wie in sie in einer Stadt wie Nürnberg oder Dresden unterwegs sind.
- In der Landwirtschaft sorgen unsere Nitrifikationshemmer dafür, dass gleiche Erträge mit geringerer Düngermenge erzielt werden können. Das spart jährlich mehr als 400.000 Tonnen CO2-Äquivalente ein.
- Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe schont fossile Ressourcen. Wir setzen solche Rohstoffe seit Jahrzehnten entsprechend der technischen Möglichkeiten ein. Durch Anwendung der Pflan-zenbiotechnologie könnte das Potenzial nachwachsender Rohstoffe noch dramatisch gesteigert werden.
Wir bekennen uns zum Kioto-Protokoll. Seine globale Umsetzung könnte die CO2-Emissionen drastisch reduzieren und die nachhaltige Entwicklung fördern. Kritisch sehen wir nach wie vor den Emissionshandel, da dieser auf Europa begrenzt ist und durch höhere Kosten den globalen Wettbewerb verzerrt.
Weil wir nicht unter einer europäischen Käseglocke leben und wirtschaften, ist Klimaschutz eine weltweite Aufgabe, die weltweite Lösungen verlangt. Daher müssen alle großen Emittenten und alle Länder, das heißt auch die Schwellen- und Entwicklungsländer, so schnell wie möglich einbezogen werden. Dafür setzen wir uns ein.
Effizienter Klimaschutz erfordert innovative Produkte und einen intelligenten Energiemix, der alle wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Möglichkeiten einbezieht. Mit ihren erweiterten Forschungsaktivitäten und mit ihren innovativen Systemlösungen wird die BASF als The Chemical Company weiterhin engagiert einen wesentlichen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten.
Und nun möchten Kurt Bock und ich Ihre Fragen beantworten.

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