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Basotect®: Ein Spezialschaumstoff zwischen Himmel und Erde


Polyurethane und andere Schäume



Basotect®: Ein Spezialschaumstoff zwischen Himmel und Erde


Ausführungen von Dr. Christof Möck, Leiter Marketing und Vertrieb Basotect
22. Juni 2004, Fachpressekonferenz zur K 2004 in Ludwigshafen


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Temperaturbeständig, schwerentflammbar, abrasiv und hart auf der einen Seite, leicht, flexibel, schallabsorbierend und wärmedämmend auf der anderen. Diese scheinbaren Widersprüche vereint so nur der Schaumstoff Basotect® der BASF in sich (Bild 1). Hierbei ist es den Entwicklern und Erfindern von Basotect gelungen, die außergewöhnliche Härte des Harzes Melamin unverändert zu nutzen und trotzdem einen weichen Schaum zu schaffen. Erreicht wurde dies durch eine offenzellige, regelmäßige Schaumstruktur mit hauchdünnen (6 µm) Stegen.

Die BASF stellt Basotect in Ludwigshafen und Schwarzheide her. Von dort wird es in Form von großen Blöcken in alle Welt geliefert, aus welchen die Kunden (Verarbeiter, Verwender) die verschiedenartigsten Teile erzeugen.


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Klassisch: Basotect in Bau und Automobil



Eines der klassischen Anwendungsgebiete für Basotect ist der Baubereich. Hier wird der Melaminharzschaum schall- und wärmedämmend eingesetzt (Bild 2). Von besonderem Vorteil ist es hierbei, dass Basotect gleichzeitig schwerentflammbar und sehr einfach zu verarbeiten ist. Es wird zum Beispiel in Akustikprüfständen, als Deckenverkleidung in Pariser Metrostationen sowie weltweit in allen Lufthansa-Lounges eingesetzt.

Gleichermaßen zählen schallabsorbierende, akustisch wirksame Bauteile im Motor- und Innenraum von Automobilen zu den bedeutenden Basotect–Anwendungen (Bild 3). Vor allem Fahrzeuge der oberen Mittel- und der Oberklasse, aber auch Reisebusse und Nutzfahrzeuge werden mit dem Schaumstoff ausgestattet. Hier spielen auch weitere Eigenschaften von Basotect eine wichtige Rolle: seine Leichtigkeit sowie seine Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit.


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Neues Basotect TG - ein thermoformbarer Duroplastschaumstoff



Der Schaumstoff Basotect ist wie auch das zugrundeliegende Melaminharz ein Duroplast. Er lässt sich im Gegensatz zu thermoplastischen Werkstoffen normalerweise auch unter Temperatureinwirkung nicht verformen oder gar aufschmelzen. Bislang musste Basotect deshalb im Rahmen der Fertigung von komplexen, dreidimensional verformten Automobilteilen aufwändig imprägniert, das heißt, mit thermoplastischen Harzen getränkt, ausgepresst und anschließend getrocknet werden. Dies war zwangsläufig mit zusätzlichem Investitionsaufwand und signifikanten Kosten bei den Verarbeitern verbunden.

Durch eine Rezeptur- und Verfahrensinnovation ist es den BASF-Forschern jetzt gelungen, das duroplastische Basotect thermoformbar zu machen. Das neue Basotect TG kann nun vom Verarbeiter schnell und kostengünstig direkt unter Wärmeeinfluss umgeformt werden. Der zeit- und kostenintensive Imprägnierschritt entfällt und die Formteilfertigung wird einfacher (Bild 4). Basotect TG erfüllt so die hohen Anforderungen der Automobilindustrie im Hinblick auf eine effiziente Massenfertigung. Zusätzlich zur „anerzogenen“ Eigenschaft der Thermoformbarkeit eines duroplastischen Schaumstoffs weist das neue Basotect TG alle Eigenschaften des klassischen Basotects auf.

Es ist ebenfalls leicht, schwer entflammbar, temperaturbeständig und absorbiert Schall (Bild 5). Wie von der Automobilindustrie gewünscht, wird das neue Basotect TG in grauer Farbe hergestellt.


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Innovativ: Basotect hebt ab



Seit kurzem wird der vielseitige Melaminharzschaum auch in Flugzeugsitzen eingesetzt (Bild 6). JSO, ein Sitzhersteller aus Toulouse (Frankreich), hat hierfür eine geeignete Veredelungstechnologie für Basotect entwickelt. Im Verbund mit anderen Schaumstoffen ist nun erstmals die Anwendung im Polsterbereich möglich. Diese neuen Sitzpolster bieten im Vergleich zu herkömmlichen Sitzelementen einen Gewichtsvorteil von bis zu 50 Prozent. Für die Fluggesellschaften ergeben sich hieraus bedeutende ökologische und ökonomische Vorteile. Daneben erfüllt der Verbund aus Standardschaumstoff und Basotect namens Soly’t® auch alle anderen Anforderungen an Flugzeugsitze. Er ist äußerst komfortabel, langlebig, elastisch und feuerbeständig. Heute sind bereits die ersten Großraumflugzeuge des Fabrikats Boeing 747 sowie einige kleinere Flugzeugtypen mit diesen neuen Sitzen ausgestattet. Was sich in Flugzeugen realisieren lässt, funktioniert gleichermaßen in Personenzügen und Kraftfahrzeugen.

Zur Zeit werden auch erste Flugzeugprototypen mit Kabinendämmungen aus Basotect entwickelt. Neben den sehr guten thermischen und akustischen Dämmeigenschaften, nutzen die Flugzeughersteller Basotect hier auch, um Gewicht und Kosten einzusparen. Denn die Isolierung aus Melaminharzschaum ist nicht nur leicht, sie lässt sich auch wesentlich schneller und problemloser als etablierte Lösungen montieren.


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