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Neue Anwendungen für SB-Polymere: Das Styroflex® der 2. Generation |

Verpackung - Ästhetik - Design

Neue Anwendungen für SB-Polymere: Das Styroflex® der 2. Generation Ausführungen von Robert Huber, Marketing Styroflex® 22. Juni 2004, Fachpressekonferenz zur K 2004 in Ludwigshafen

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Styroflex® ist ein transparentes, elastisches Folienprodukt auf Basis Styrol und Butadien. Als einziges thermoplastisches Elastomer unter den Styrolkunststoffen der BASF zeichnet sich Styroflex durch die Kombination von extremer Zähigkeit und enormem Rückstellvermögen, Transparenz und Verarbeitungsstabilität sowie durch hohe Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit aus (Bild 1). Styroflex wird vor allem zur Herstellung von transparenten Verpackungsfolien verwendet. Die BASF-Forscher haben das Herstellverfahren für Styroflex jetzt weiter optimiert und bieten nun ein weiter verbessertes Produkt an: Styroflex 2G 66, das Material der zweiten Generation.
Die Weiterentwicklung erfolgte in mehrere Richtungen. Unter Beibehaltung der mechanischen und optischen Eigenschaften, wie Rückstellfähigkeit und Durchstoßfestigkeit, wurde gezielt nach einer Lösung gesucht, mit der extrem dünne Folien produziert werden können. Gerade bei dünnen Folien führen Stippen und Gelpartikel zum Reißen der Folie. Bei Styroflex 2G 66 hat die BASF das Herstellverfahren so optimiert, dass das Material außerordentlich stippenarm ist. Damit lassen sich jetzt auch problemlos Folien mit einer Dicke von etwa zehn Mikrometer herstellen.

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Styroflex 2G 66 – mehr Stretch spart Systemkosten
 Vor allem bei Paletten- oder Lebensmittelverpackungen, die auf dem Stretchprinzip basieren, bietet das neue Styroflex das Potenzial zu einer deutlichen Reduzierung der Systemkosten. Stretchverpackungen kommen zum Einsatz, wenn es darum geht, mithilfe der Rückstellkraft von Folien, Produkte unterschiedlicher Größe und Form staub- und wasserdicht ummanteln. Die Folie soll sich dabei eng an ein zu verpackendes Gut anschmiegen, ohne an scharfen Kanten zu reißen (Bild 2). Diese Art zu verpacken gilt als schnelle und kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Schrumpf- oder Wickeltechnik.
Folie aus Styroflex ist gängigen Polyethylen (PE)-Folien aufgrund ihres hohen Dehnungs- und Rückstellvermögens deutlich überlegen. Zum Vergleich: Während bei einer Dehnung um 500 Prozent selbst spezielle Polyethylen-Stretchfolie maximal nur 100 Prozent Rückstellung erreicht, stellt sich Styroflex-Folie um 400 Prozent zurück. Damit kann die Ausgangsgröße und auch das Gewicht einer Verpackung mindestens halbiert werden (Bild 3).
Vorteil bei der Haubenstretch-Technologie Verwendete der Verpacker bei der Haubenstretch-Technologie bisher einen Folienschlauch, so war er auf eine Verpackung definierter Größe beschränkt. Mit dem neuen Styroflex hingegen kann er große und kleine Produkte ummanteln, da aufgrund des Rückstellvermögens eine Schlauchgröße für verschieden große Verpackungen ausreicht. So senken die Verpacker nicht nur ihre Zykluszeiten, da kein Schlauchwechsel mehr notwendig ist, sondern auch ihre Lagerkosten, da nur noch eine Foliengröße vorgehalten werden muss (Bild 4).

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Styroflex 2G 66 als Hochleistungsadditiv für PE-Folien
 Neben der Verwendung als Stretchfolie kann Styroflex auch als Hochleistungsadditiv zur Steigerung von Zähigkeit und Rückstellvermögen genutzt werden und trägt so zu einer Verbesserung verschiedener Folienprodukte bei. Gerade Hersteller von Lebensmittelfolien profitieren von Styroflex 2G 66. Eine kostengünstige Alternative zu PVC-Folie steht jetzt zur Verfügung, wenn man PE mit dem neuen Styroflex kombiniert. Der Grund: Durch Coextrusion des thermoplastischen Elastomers Styroflex 2G 66 erhält herkömmliche PE-Folie eine zu PVC-Folie gleichwertige Rückstellfähigkeit. Eine Eigenschaft, die neben hoher Sauerstoffdurchlässigkeit gerade bei Lebensmittelfolien von Bedeutung ist (Bild 5).
Als Beimischkomponente trägt Styroflex 2G 66 auch zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von PE-Folien - insbesondere der biaxialen Zähigkeit - bei. Durch die feine, tröpfchenförmige Verteilung in Nanometergröße wird der Durchstoßwiderstand einer PE-Folie um bis zu 60 Prozent erhöht, ohne die Steifigkeit nennenswert zu senken (Bild 6). Ein Effekt, der dem Folienhersteller eine Vielzahl an Möglichkeiten eröffnet, sein System zu optimieren.
Folien lassen sich schon bei einer Zugabe von drei bis fünf Prozent Styroflex 2G 66 deutlich dünner produzieren und das bei Verarbeitungseigenschaften, die im Vergleich zu PE- Folie niedriger Dichte (LDPE) und besonders niedriger Dichte (LLDPE) unverändert sind. Oder anders betrachtet: Eine PE-Folie, die vier Prozent Styroflex 2G 66 enthält, ist bei gleicher Dicke deutlich reißfester, als ohne Styroflex (Bild 7).

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