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Interview mit dem Vorsitzenden des Betriebsrats Robert Oswald zur Umwandlung von der BASF AG zur SE |
09.03.2007 |
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Vorstand und Aufsichtsrat der BASF haben beschlossen, der Hauptversammlung am 26. April die Umwandlung der BASF Aktiengesellschaft in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) mit dem Namen BASF SE vorzuschlagen. Am 19. März wird das Verfahren zur Beteiligung der Arbeitnehmer in der SE angestoßen. Der Euro Dialog und der Konzernbetriebsrat haben Robert Oswald, den Vorsitzenden des Betriebsrats, mit der Organisation zur Bildung des Besonderen Verhandlungsgremiums beauftragt (BVG) beauftragt.

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Der Euro Dialog und der Konzernbetriebsrat haben Sie mit der Organisation zur Bildung des BVG beauftragt. Zunächst aber interessiert uns, warum Sie gut finden, dass die BASF AG zur SE werden soll?
 Für die Arbeitnehmervertreter kann man sagen: Zunächst ist das eine unternehmerische Entscheidung, aber wenn es richtig gemacht wird, kann das für alle Seiten ein Gewinn sein. Was wir dabei wichtig finden, ist die Chance, die Beteiligungsmöglichkeiten in Europa auszubauen. Natürlich ist das nicht so einfach, aber ich denke, wir haben - schon allein durch unsere langjährige Erfahrung mit dem Euro Dialog - keine so schlechte Basis, unsere Vorstellungen bei der anstehenden Verhandlung zu verwirklichen - zum Wohle der Mitarbeiter in Ludwigshafen, aber auch ganz Europa!

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Was genau wollen Sie denn erreichen?
 Das werden wir natürlich für uns erst einmal intern zu klären haben, noch steht ja das BVG nicht. Klar aber ist, wir werden unsere Vorstellungen einbringen, zum Beispiel dass die Mitbestimmungsqualität auch in der BASF SE ohne Einschränkungen gewährleistet sein muss. Über die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder, hier sind wir ja bereits auf die paritätische Besetzung festgelegt, wollen wir in jedem Fall noch einmal verhandeln. Unsere Zustimmung haben wir auch deshalb unter einen Vorbehalt gestellt. Trotzdem stehen wir dem Prozess insgesamt positiv gegenüber, weil inhaltlicher Gestaltungsspielraum da ist, den wir natürlich für uns nutzen wollen und werden. Die Verhandlung mit der Unternehmensleitung wird sicherlich aber kein Spaziergang werden.

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Wer unterstützt Sie bei diesem Prozess?
 Wir, das heisst die Arbeitnehmervertreter in Deutschland und Europa, arbeiten hier natürlich eng mit der Gewerkschaft zusammen. Michael Vassiliadis, Mitglied des geschäftsführenden IG BCE-Hauptvorstandes, ist ebenfalls im Aufsichtsrat der BASF und daher vertraut mit den Anforderungen, die der Umwandlungsprozess an uns stellt. Eine enge Zusammenarbeit findet insbesondere auch hierzu statt mit der EMCEF, der Europäischen Föderation der Bergbau-, Chemie- und Energiegewerkschaften. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Chancen, die sich in der SE bieten, wahrnehmen können. Schließlich sollen Sozialpartnerschaft und Mitbestimmungskultur zur Grundlage des Miteinanders in ganz Europa werden.

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