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Benzinadditive
müssen so entwickelt werden, dass sie ohne die Bildung
von Rückständen verbrennen können. Neben geringen
Mengen an Stickstoff sollte das Detergent (wie das Benzin
selbst) daher ausschließlich aus den chemischen
Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und evt. Sauerstoff
aufgebaut sein. Andere Elemente, wie z. B. Halogene, sollten
nicht enthalten sein, um die Bildung von Nebenprodukten und
damit Schadstoffen zu verhindern (z. B. Dioxinbildung). PIB-Amine
sind die am weitesten im Markt verbreiteten Detergentadditive.
Den
Polymerchemikern der BASF gelang die chlorfreie Polymerisation
eines völlig neuen, hochreaktiven Polyisobutens.
Damit war erstmals ein Polyisobuten zugänglich, das hohe
Anteile an endständigen Doppelbindungen enthielt und
damit für Folgereaktionen unter weniger drastischen Versuchsbedingungen
geeignet war.
Dieses
Polyisobuten setzten die Wissenschaftler als Ausgangsmaterial
für die Herstellung von Kraftstoffadditiven ein. In dieses
Polymer konnte erstmals mit chlorfreien Verfahren der
notwendigeStickstoff
eingebaut werden:
Chlorfreier Syntheseweg für PIBA
Durch
Hydroformylierung gefolgt von reduktiver Aminierung erzeugten
sie Polyisobutenamin (PIBA). In Kombination mit Trägerölen
, wie z. B. Alkylenoxiden, "wäscht" PIBA organische
Rückstände von den Oberflächen des Einlaßsystems
im Motor bzw. bildet einen Schutzfilm, der solche Ablagerungen
verhindert.
Die
benötigte Menge an Benzinadditiv muß an
den jeweils verwendeten Kraftstoff angepaßt werden.
In Europa übliche Dosierungen liegen bei 0,3-0,5 g reinem
Keropur (Additivsystem) pro Liter Benzin. Dadurch reduziert
sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu vier Prozent, der Schadstoffausstoß
sogar noch mehr.

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